• Johanna Sele-Rutinwa berichtete über ihre Arbeit in Tansania.  (Klaus Schädler)

Erste Entwicklungsschritte erreicht

Der verregnete Sonntagnachmittag sorgte für einen übervollen Saal im Haus St. Theodul in Triesenberg, wo Johanna Sele-Rutinwa über die Entwicklungen ihrer Hilfsprojekte in Tansania berichtete. Sie reiste mit mehreren guten Nachrichten im Gepäck zurück nach Liechtenstein.
Triesenberg. 

Johanna Sele-Rutinwa ist bereits im siebten und letzten Jahr für den Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) im Jugend- und Frauenzentrum Lubango in Tansania im Einsatz. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Mit ihrem Mann Switbert hat sie die Viktoria Schule etwas ausserhalb von Mwanza aufgebaut, die vor fünf Jahren mit 17 Schülern und einem Klassenzimmer ins Leben gerufen wurde. Heute wird sie von über 300 Kindern besucht und verfügt über zwei Kindergärten, sieben Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer.

Umbruch in Tansania

Mit mehreren guten Nachrichten im Gepäck reiste die Triesenbergerin dieses Jahr zurück nach Liechtenstein: «In Tansania bewegt sich momentan sehr viel im positiven Sinne.» Nicht nur ihre Schule wächst kontinuierlich an, sondern auch das Lubango-Zentrum kann nach sieben Jahren in einheimische Hände übergeben werden und ist mittlerweile finanziell fast selbsttragend. Seit 2004 ? ihrem ersten Besuch in Tansania ? habe sich sehr viel verändert. Mwanza hatte damals noch kaum geteerte Strassen und lediglich drei Hochhäuser. Mittlerweile ist die Stadt vielbefahren und der schnellstwachsende Ort Ostafrikas. Auch politisch seien positive Tendenzen spürbar. Seit der Wahl des neuen Präsidenten John Pombe Magufuli stehe die Bildung vermehrt im Fokus, die Reicheren werden stärker besteuert und mit drastischen Mitteln der Korruption den Kampf angesagt. Massenentlassungen unentschuldigter Beamten oder korrupter Führungsteams zeigten bereits erste Auswirkungen. Es gehe auf Ämtern deutlich schneller voran und die öffentlichen Schulen wurden dank der zusätzlichen staatlichen Unterstützung für die Kinder komplett gratis. (mk)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag. 

18. Apr 2016 / 09:45
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