• Internationaler Tag der Frau 2016, Gymnasium Vaduz, V
    Landtagsvizepräsidentin Violanda Lanter-Koller, Martina Dünser-Davis (Frauennetz) und Regierungsrätin Aurelia Frick im Gespräch mit Ehrengast Schwester Hatune.  (sdb)

Eine Stimme für die Stimmlosen

Anlässlich des Internationalen Tages der Frau luden das Frauennetz Liechtenstein und Regierungsrätin Aurelia Frick gestern ins Liechtensteinische Gymnasium zum Gespräch mit Ordensschwester Hatune Dogan ein. Diese berichtete über ihren Einsatz im Nahen Osten.
Vaduz. 

Schwester Hatune zeigt Bilder von Städten, die in Trümmern liegen. Bildern von Mädchen, die misshandelt und vergewaltigt wurden. Bilder von Massengräbern. Bilder von den Ärmsten der Armen. Mit zwei kleinen Koffern reist die Ordensschwester in die Krisengebiete und begibt sich dabei mitunter in Lebensgefahr. Mit ihrer kleinen Kamera dokumentiert sie das Leid und hilft selbst, wo es nur geht. Mit den Bildern will sie wachrütteln und mit ihren Berichten den Stimmlosen eine Stimme geben. Anlässlich des Internationalen Tages der Frau sprach Schwester Hatune gestern in der Aula des Liechtensteinischen Gymnasiums über ihren unermüdlichen Einsatz für die Schutzlosen und Verfolgten und über die Lage im Nahen Osten.

Hoffung für hoffnungslose Welt

«Heute ist der Tag, der an die Rechte der Frauen erinnert. Und es ist heute wichtiger denn je, jenen eine Stimme zu geben, die nicht gehört werden. Egal, wo sie sich befinden», sagte Regierungsrätin Aurelia Frick einleitend und fügte hinzu: «Wir dürfen auch jene auf der Flucht nicht vergessen, die Schreckliches erfahren haben. Und wir müssen Sorge dafür tragen, dass das Leiden ein Ende hat.» Ein Vorbild dafür sei Schwester Hatune. «Sie bringt Hoffnung in eine oft hoffnungslose Welt.» Schwester Hatune Dogan hat neben ihrer Ordensgemeinschaft in Deutschland auch Hilfsorgani- sationen in 36 Ländern gegründet, die sie unter der Hatune-Foundation zusammenfasst. Rund 5000 freiwillige Helfer unterstützen sie bei ihrem Einsatz. Die Schwester-Hatune-Stiftung baut Häuser, Trinwasserbrunnen, Kliniken, Waisenhäuser und kümmert sich um die Ausbildung vieler Kinder. Die Ordensschwester selbst setzt sich insbesondere für Frauen und Mädchen ein. Sie will Menschen helfen, die auf der Flucht vor dem IS sind oder in dessen Fänge geraten. Angst um ihr eigenes Leben hat sie bei ihren Reisen in die Krisengebiete nicht. «Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber eine Entführung möchte ich nicht erleben», sagt sie. (mef)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Mittwoch.

09. Mär 2016 / 08:11
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