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    Etwa alle zwei Jahre erklärt Redaktionsleiter Peter Kölbel dass man kurz vor der Teilnahme am Eurovision Song Contest stehe.  (Schachenhofer_R)

«1FLTV» verkauft wieder einmal heisse Luft

Liechtenstein nehme 2019 am Eurovision Song Contest teil, erklärt der Fernsehsender «1FLTV». Dabei ist man noch nicht einmal in der Nähe einer Teilnahme.

Der Fernsehsender «1FLTV» versandte gestern eine Medienmitteilung, welche nach einer Sensation klingt: «Eurovision 2019 mit Liechtenstein: Das absolute 300 Jahr Highlight wird die Teilnahme Liechtensteins beim Eurovision Song Contest in 2019.» [sic!] Zu diesem Zweck werde man im nächsten Jahr einen Liechtenstein Music Contest durchführen, um den Teilnehmer zu bestimmen. Und sogar ein Motto hat der Fernsehsender bereits: «Liechtenstein das Land der Musik und der Musiker mit 300 Jahren lebendiger Geschichte, ohne Kriege (statt Schwarzgeldkonten).»[sic!] Die Geschichte mit Liechtenstein am Eurovision Song Contest wiederholt sich seit Bestehen des Fernsehsenders. Etwa alle zwei Jahre erklärt Redaktionsleiter Peter Kölbel oder Verwaltungsrat Peter Heeb, dass man kurz vor der Teilnahme stehe.

«350 000 Franken: ein Mickey-Maus-Beitrag»

Der Haken an der Sache: «1FLTV» müsste für eine Teilnahme erst einmal Mitglied bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) werden. Bisher sind diese Versuche gescheitert. Doch dieses Mal ist Peter Kölbel guter Dinge: «Wir sind im Verhandlungsstadium und diese verlaufen in sehr freundlicher Atmosphäre.» Zudem sei das 300-Jahr-Jubiläum ein starkes Argument. Doch sowohl die EBU-Mitgliedschaftsgebühr, wie auch die Teilnahme am Contest kosten ein Stange Geld. Peter Kölbel schätzt den Betrag auf etwa 350 000 Franken. Er geht davon aus, dass «1FLTV»  die notwendigen Mittel von Liechtenstein Marketing, Stiftungen und der öffentlichen Hand erhält. «Das ist ein Mickey-Maus-Beitrag, wenn man vergleicht, was die Hängebrücke gekostet hätte oder sich der Staat die restlichen Feierlichkeiten kosten lässt», so Kölbel. Zudem würde man mit dem Song Contest ein Millionen-Publikum erreichen. Dagegen seien alle eingereichten Ideen bei der «Vaterland»-Leserumfrage geradzu «jämmerlich». 
Die Verhandlungen mit Liechtenstein Marketing und weiteren Institutionen werde man voraussichtlich nächste Woche aufnehmen. «Meine Einschätzung ist, dass es dieses Mal keine Hindernisse gibt, die man nicht überwinden kann», so Peter Kölbel. Aber auf Nachfrage gibt er dann doch zu: «Noch ist nichts fix.» Ein weiteres Projekt steht ganz offensichtlich erst auf dem Papier der Medienmitteilung. 

Zusätzlich Realdoku angekündigt

Neben dem Song Contest kündigt «1FLTV» an, dass man im nächsten Jahr eine Realdoku mit dem Titel «Leben in Liechtenstein 1719» produzieren werde. Dabei soll eine Familie vor den Kameras «um ihr Überleben kämpfenund mit dem auskommen müssen, was sie selbst erwirtschaftet». Dieses Projekt soll durch liechtensteinische Historiker begleitet werden. Doch hier macht Verwaltungsrat Peter Heeb bereits schriftlich eine Einschränkung: «Das wird für das TV die grösste Herausforderung seit Gründung des Senders. Ohne Unterstützung von Sponsoren, Gönnern oder Stiftungen werden wir es kaum stemmen.» (sap)
 

04. Nov 2017 / 10:00
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