• Polizeigebäude in Vaduz
    Neben den Drogendelikten sind auch die Wirtschaftsdelikte um 23 Prozent auf einen neuen Höchststand angestiegen.  (Daniel Schwendener)

Starker Zuwachs an Drogendelikten

Das Jahr 2019 war aus polizeilicher Sicht ein intensives Jahr. Vor allem Betäubungsmittel- und Finanzkriminalität haben die Landespolizei enorm beschäftigt.

 

Die Straftaten 2019 verglichen mit dem Vorjahr. Quelle: Landespolizei

Der heute erschienene Jahresbericht 2019 der Landespolizei Liechtenstein gibt Aufschluss über die Arbeit der Polizei im vergangenen Jahr. Dabei stechen vor allem die Drogen- und Wirtschaftsdelikte heraus. 2019  wurden 793 Straftatbestände im Bereich der Drogendelikte registriert. Das sind elf Prozent  mehr Betäubungsmitteldelikte als 2018. Am meisten Verzeigungen gab es mit 632 wegen Eigenkonsum – vorwiegend von Cannabis und Kokain. Bereits in den Jahren zuvor konnte eine deutliche Zunahme in diesem Bereich festgestellt werden. 2018 stiegen die Straftatbestände nach dem Betäubungsmittelgesetz gegenüber dem Vorjahr von 490 auf 713 an – eine Zunahme um fast 50 Prozent. 

Eine Bank hielt die Polizei auf Trab

Ebenfalls wieder stark angestiegen, und zwar um 23 Prozent, ist die Anzahl an Wirtschaftsdelikten – sie hat damit sogar einen neuen Höchststand erreicht. 274 Tatbestände im Wirtschaftsbereich mussten 2019 verzeichnet werden, im Jahr zuvor waren es noch 223. Die meisten Fälle waren im Bereich Betrug/Untreue mit 179 Tatbeständen zu verzeichnen. Vor allem die Ermittlungen gegen eine Bank wegen Geldwäscherei- und Korruptionsverdacht im Zusammenhang mit dem Nahrungsbeschaffungsprogramm für die verarmte Bevölkerung in Venezuela hat zahlreiche Finanzermittler der Landespolizei während Monaten beschäftigt - und wird es auch im neuen Jahr noch tun, schreibt die Landespolizei in ihrem  Bericht.

Angestiegen ist auch die Jugendgewalt. So konnten im Berichtsjahr 36 (2018: 32) minderjährige Tatverdächtige ermittelt werden. Drei Tatverdächtige waren weiblich, die restlichen 33 waren männlichen Geschlechts. Daneben haben sich ebenfalls die Migrationsdelikte erhöht, von 18 auf 37. Hauptsächlich wurde wegen wegen Widerhandlungen gegen die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen (19) ermittelt. Wegen Beihilfe zur illegalen Einreise (Schleppertätigkeit) wurden fünf Straftatbestände verzeichnet. 

Die Interventionen im Bereich der Häuslichen Gewalt sind ungefähr auf demselben Niveau wie 2018.  Insgesamt gab es 32 Fälle von Häuslicher Gewalt, bei denen eine Anzeige erstattet wurde (2018: 30). Die Anzahl der gewaltbetroffenen Frauen (30) war drei Mal so hoch wie die der gewaltbetroffenen Männer (10). Eine minderjährige Person war 2019 von häuslicher Gewalt betroffen.

Erfreulich ist hingegen, dass das Total an Straftatbeständen zurückgegangen ist. Die Kriminalitätsbelastung im Jahr 2019 fällt mit 1087 Straftatbeständen um 4 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Damit liegt sie auch deutlich unter den Vorjahren. (lpfl/qus)

 

Den gesamten Jahresbericht finden Sie unter: https://www.landespolizei.li/Portals/0/docs/pdf-Files/Statistiken/Jahresbericht2019.pdf 

31. Mär 2020 / 10:35
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
vorwiegend von Cannabis und Kokain
Geht das etwas genauer ?
halb halbe oder was?
2018 stiegen die Straftatbestände nach dem Betäubungsmittelgesetz gegenüber dem Vorjahr von 490 auf 713 an – eine Zunahme um fast 50 Prozent.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 31.03.2020 Antworten Melden

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