• Gefängnis
    Der 34-Jährige sitzt in U-Haft.  (Elma Korac)

Ohrbeisser sitzt in Untersuchungshaft

An Silvester biss ein 34-jähriger Serviceangestellter bei einem Streit einem Arbeitskollegen einen Teil des Ohres ab. Nun sitzt der mutmassliche Täter in Untersuchungshaft.
Vaduz. 

Der 34-jährige Italiener, der am Silvesterabend einem Mann (27) einen Teil des Ohres abgebissen hatte, sitzt mittlerweile in Un­tersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage mit. Der zuständige Untersuchungsrichter habe den ­Antrag auf Untersuchungshaft gutgeheissen. Als Haftgründe werden Flucht- und Tatbegehungsgefahr genannt.

Untersucht wird der Verdacht auf schwere Körperverletzung und Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen, etwa der auffallenden Verunstaltung sowie die Verletzung eines Beamten während der Vollziehung seiner Aufgaben und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Das maximale Strafmass für die genannten mutmasslichen Vergehen liegt bei fünf Jahren, wobei aufgrund des Ausmasses der Tat wohl keine Maximalforderung gestellt werden wird. Beispielsweise wurde der Polizist nur leicht verletzt. Gegenüber der Staatsanwaltschaft gab der 34-Jährige an, dass er sich wegen seiner starken Alkoholisierung an den Tathergang nicht erinnern könne.

Welle der Solidarität für Bergrestaurant
Dabei könnte es sich um eine Schutzbehauptung halten. Laut dem Sareis-Wirt war der mutmassliche Täter nämlich nicht angetrunken, schon gar nicht stark betrunken. «Alkohol ist bei uns während der Arbeit nicht erlaubt.» Natürlich könne er nicht hundertprozentig ausschliessen, dass der Mann vielleicht einen Grappa getrunken haben könnte, doch eine starke Alkoholisierung wäre ihm sicherlich aufgefallen. Zum Tathergang kann der Wirt keine Angaben machen, da er nicht dabei war. «Ich war zum Tatzeitpunkt damit beschäftigt, das Feuerwerk für Silvester aufzu­bauen.»

Erfreuliche Nachrichten gibt es zum Gesundheitszustand des Opfers. «Nächste Woche kann der Mann die Arbeit wieder aufnehmen.» Das ganze Team freue sich, der Mitarbeiter sei sehr angenehm im Umgang mit Gästen und Kollegen.

Eine weitere Freude durfte der Wirt erfahren. Gäste haben sich nach dem Vorfall solidarisch und verständnisvoll gezeigt. «Am 1. Januar haben uns drei Ferienhausbesitzer aus Malbun tat­kräftig in allen Bereichen des Betriebs unterstützt.» Dank dieses Supports sei der Neujahrstag betrieblich reibungslos über die Bühne gegangen, trotz der Tragödie vom Vorabend und dem entsprechenden kurzfristigen Personalausfall. (jeb)

08. Jan 2019 / 22:28
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