• Gerichtsgebäude in Vaduz
    Das Gerichtsgebäude in Vaduz.  (Daniel Schwendener)

Kokainhandel endet mit fünf- und dreijähriger Haftstrafen

Gegen 18 Uhr hat das Kriminalgericht das Urteil gefällt: Der 66-jährige Schweizer, dem vorgeworfen wird, Kokain an Konsumenten in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz verkauft zu haben, muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

In der von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Anklageschrift wird dem in Schaan wohnhaften Mann zur Last gelegt, von Herbst 2017 bis zur Verhaftung im Oktober 2018 insgesamt 1200 Gramm Kokain angekauft und an zahlreiche Konsumenten für 100 bis 120 Franken pro Gramm verdealt zu haben. Aufgrund der Aussagen der Zeugen, die Abnehmer der Droge waren, hat das Gericht die Kokainmenge um rund 300 Gramm nach unten korrigiert.  

Mit dem 66-Jährigen war ausserdem ein Mann aus Albanien angeklagt, der sich im Zuge der heutigen Gerichtsverhandlung ebenfalls verantworten musste. Ihm wurde zur Last gelegt, das Kokain aus dem Ausland beschafft zu haben. Damit habe er nichts zu tun – «ich bin unschuldig», wiederholte er mehrere Male. Die Beweislast war dann aber zu erdrückend, insbesondere die DNA-Spuren, die von den Kokainsäckchen sichergestellt wurden und gemäss Gericht eindeutig dem Mann aus Albanien zuzuordnen waren. Ihm verhängte das Kriminalgericht eine dreijährige Haftstrafe.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.  (bfs)

20. Nov 2019 / 08:32
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