• Man stealing a car
    Der Beschuldigte klaute eine Trinkflasche, ein Taschenmesser, eine Einkaufstasche, einen Schuhsack und mehrere Bonbons aus dem Auto.  (dardespot)

Im Drogenrausch Bonbons und Trinkflasche geklaut

Ein 36-jähriger Italiener ist in seinem Drogenrausch in ein Auto eingebrochen und hat mehrere Gegenstände geklaut. Am Montag Vormittag musste er sich vor dem Gericht verantworten.

Der Einbruch liegt schon über ein Jahr zurück. Aber nicht deswegen kann sich der Beschuldigte überhaupt nicht mehr an seine Tat erinnern. Vielmehr liegt es daran, dass er sich an jenem Abend in einem kompletten Drogen- und Medikamentenrausch befand. Ziemlich sicher war es eine Drahtschlinge, mit der er sich den Zugang zu einem in einer öffentlichen Garage geparkten Auto verschaffte – vermutlich über das Fenster des Autos, das einen Spalt offenstand. Der Beschuldigte klaute eine Trinkflasche, ein Taschenmesser, eine Einkaufstasche, einen Schuhsack und mehrere Bonbons aus dem Auto. Der Gesamtwert: 44 Franken. Dass es der Beschuldigte gewesen sein muss, beweisen die sichergestellten DNA-Spuren. Der 36-Jährige wollte die Tat vor dem Gericht auch gar nicht abstreiten: «Es ist nur so, dass es mir überhaupt nicht bewusst ist, was ich getan habe». Er sei komplett unter Drogen- und Medikamenteneinfluss gestanden. «Aber es ist schon so – ich muss wohl der Täter gewesen sein.» 

«Ich muss an meiner Sucht arbeiten»
Derzeit befindet sich der Beschuldigte in einem Drogenrehabilitationszentrum. Der Entzug habe er hinter sich, nun gehe es darum, sein Leben ohne Drogen zu ordnen. In der Vergangenheit war es seine Sucht, die ihn immer wieder straffällig werden liess. In der Schweiz ist er einschlägig vorbestraft wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Zuletzt klaute er einen Rucksack vom Gepäckträger eines Fahrrades. 
«Das tut mir alles sehr leid», sagte der Beschuldigte. «Wenn ich nüchtern bin, würde ich so etwas nie und nimmer machen.» Schliesslich würde dies doch auch keinen Sinn machen, eine Trinkflasche und Bonbons zu klauen. Alle Strafen hätten mit seinem früheren Drogenkonsum zu tun – er wolle es schaffen, davon loszukommen. 
«Absolvieren Sie die Therapie», ermahnte ihn auch der Richter und verhängte eine Freiheitsstrafe von einem Monat, angelegt auf eine dreijährige Probezeit. Das milde Urteil solle er als Warnschuss sehen. Angesichts der vielen Vorstrafen wäre eine Diversion nicht in Frage gekommen. Zu einer härteren Strafe wollte der Richter aber auch nicht greifen, da der Beschuldigte bereits einige Monate in der offenen Strafanstalt Saxerriet verbüsst hatte. Mit der Drogentherapie soll er nun seine Chance bekommen. Dem Beschuldigten ist bewusst: «Ich muss an meiner Sucht arbeiten.» (bfs)
 

13. Aug 2018 / 15:57
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