• SUISSE BRAQUAGE POLICE LA SARRAZ
    Die Räuber setzten den Geldtransporter und die Begleitfahrzeuge in Brand.  (JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Raubüberfall: «Wir sind schockiert und sehr betroffen»

Mit einer spektakulären Aktion haben Räuber zwei Geldtransporter einer Sicherheitsfirma mit Hauptsitz in Liechtenstein im waadtländischen La Sarraz überfallen. Einem der Fahrzeuge gelang die Flucht. Alle am Überfall beteiligten Fahrzeuge wurden von den bewaffneten Räubern in Brand gesteckt.

Zwei Mitarbeiter der Liechtensteiner Sicherheitsfirma RMS wurden dabei leicht verletzt. «Wir sind schockiert und sehr betroffen. Aber auch froh, dass es unseren Mitarbeitern den Umständen entsprechend gut geht», sagt Thomas Hobi, Mediensprecher der RMS auf Anfrage.

Der Überfall ereignete sich in der Nacht auf Freitag um 3.10 Uhr auf der Ausfahrt der Autobahn A1, wie die Kantonspolizei Waadt mitteilte. Die beiden Transporter wurden von mehreren Wagen an der Weiterfahrt gehindert. Trotzdem konnte der Fahrer und sein Begleiter des einen Lieferwagens fliehen. Die zwei Kollegen im anderen Transporter wurden von den Tätern mit vorgehaltenen Waffen des Typs Kalaschnikows zum Aussteigen gezwungen und mit Schlägen traktiert. Laut Polizeiangaben mussten die Opfer medizinisch versorgt werden. Die Räuber behändigten die Ladung und steckten anschliessend alle Fahrzeuge in Brand. Sie benützten offenbar weitere Autos, die sie ebenfalls alle anzündeten. Wie viele Täter und Fahrzeuge am Überfall beteiligt waren, konnte vorerst nicht eruiert werden.

Situation wird analysiert und Massnahmen getroffen

Es ist der erste Vorfall auf einen Geldtransporter der RMS Sicherheitsanstalt. Wegen den laufenden Ermittlungen und aus Sicherheitsgründen werden keine weiteren Angaben zu den Fahrzeugen und den involvierten Mitarbeitern gemacht. «Wir sind in Kontakt mit den Mitarbeitern und unterstützen sie vor Ort», so Hobi. Für die RMS stehe die Sicherheit der Mitarbeiter an oberster Stelle. Wie der aktuelle Fall zeigt, sind Geldtransporte von Überfällen jedoch nicht gefeit. «Es ist schwierig, sich auf einen Überfall vorzubereiten. Die Täterschaft geht immer wieder anders vor», sagt der Mediensprecher. Die Situation werde analysiert und allenfalls notwendige Massnahmen getroffen. 

Serie von ähnlichen Überfällen

Es ist nicht der erste Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Kanton Waadt. Bereits Ende Juni hatte es in Mont-sur-Lausanne einen Überfall auf einen gepanzerten Lieferwagen gegeben. Ein Jahr zuvor war es am gleichen Ort ebenfalls zu einem Überfall gekommen. Dabei gelang es den Dieben, einen Teil des transportierten Geldes zu erbeuten. Insgesamt mindestens sechs Fahrzeuge steckten sie in Brand, bevor sie die Flucht ergriffen.
Im April 2018 war der Lausanner Vorort Le Mont Schauplatz eines Überfalls auf ein Fahrzeug der gleichen Transportfirma wie in Mont-su-Lausanne. Die Täter hielten die Chauffeure mit gezückten Kalaschnikows in Schach. Begleiter und Polizei forderten bereits eine Anpassung der Gesetzgebung. Sie verlangen, dass in der Nacht auch schwere gepanzerte Lastwagen als Geldtransporter fahren dürfen. Der Bundesrat hat allerdings die Ablehnung einer entsprechenden Motion beantragt. Der Rat wird sich im kommenden Jahr mit dem Vorstoss befassen.

 

23. Aug 2019 / 13:25
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