• Für Kathinka von Deichmann endet das US Open in New York mit bitteren Tränen
    Für Kathinka von Deichmann endet das US Open in New York mit bitteren Tränen  (KEYSTONE/EPA/COREY SIPKIN)

Von Deichmann muss aufgeben und scheidet aus

Der Start zum historischen Erstrundenspiel beim US-Open 2018 in Flushing Meadows (USA) zwischen der Liechtensteiner Tennisspielerin Kathinka von Deichmann (WTA 165) und der Ukrainerin Anhelina Kalinina (WTA 134) ist um 21.52 Uhr gestartet worden. Beide Spielerinnen waren in schwarzen Tenues unterwegs. Von Deichmann hatte hervorragend vorgelegt und gewann den ersten Satz in 32 Minuten deutlich mit 6:1. Der zweite Satz ging mit 6:7 (0:7) Im Tie-Break an die Ukrainerin. Im dritten Satz stand es 2:5 und nach 2:14 Stunden gab die Liechtensteinerin aufgrund muskulärer Probleme (Krämpfen) auf.
Tennis. 

Das Duell ist auf Platz 6 angesetzt, wo die zweite Partie zwischen Peterson (Swe) und Pavlyuchenkova (Russ) im dritten Satz mit dem Sieg der Schwedin zu Ende ging. Zuvor hatten sich auf Platz 6 der Russe Khachanov und der Spanier Ramos-Vinolas in 1:46 Stunden (6:3, 6:2, 6:3) duelliert.

Kalinina hat um 21.52 Uhr (14.52 Uhr Ortszeit) mit dem Service gestartet und Von Deichmann besass rasch den ersten Breakball und schaffte letztlich das Break zur 1:0-Führung. Bei eigenem Aufschlag hatte sie problemlos auf 2:0 gestellt. Dreifache Breakchance für die Liechtensteinerin im dritten Game und sie nutzte die zweite Breakchance mittels Lobball. Im vierten Game tat sich Von Deichmann erstmals etwas schwer, ihr Aufschlagspiel durchzubringen, doch sie schaffte auch diesen Punkt (4:0). Die Vaduzerin nahm etwas mehr Risiko und hatte deshalb zwei Bälle in Folge ins Netz geschlagen; somit konnte Kalinina auf 4:1 verkürzen. In der kurzen Pause kühlte sich Von Deichmann mit zwei kühlen Rundkissen um den Hals, denn in New York ist es extrem heiss (32 Grad C). Die Ukrainerin hat sich etwas besser auf das Spiel der Liechtensteinerin eingestellt, deshalb kam es zu längeren Ballwechseln. Ein Von-Deichmann-Lob missriet, Kalinina verkürzte (30:15). Die Spielerinnen spielten drei, vier hohe Bälle, um sich gegenseitig den Rhythmus zu brechen, doch die Liechtensteinerin besitzt zwei Spielbälle zum 5:1. Die Liechtensteinerin musste öfters über den zweiten Aufschlag gehen; das nutzte Kalinina zum Einstand. Die erste Challenge – ein Long-Line-Ball landete auf der Linie – endete zu Gunsten der Liechtensteinerin (Vorteil), die danach das Game heimbrachte (5:1). Dreifachbreakchance zum ersten Satzgewinn (40:0), doch Kalinina gab sich nicht auf und schaffte den Einstand (40:40).  Eine knifflige Situation, doch Vorteil wiederum für Kathinka von Deichmann, die aber das vierte Break zum Satzgewinn nutzte.

Verrücktes zehntes Game im zweiten Satz

Bei eigenem Service geriet Von Deichmann im zweiten Satz in Rückstand (0:30), musste  über Einstand gehen (Deuce). Kalinina besass eine weitere Breakchance und schliesslich unterlief Von Deichmann  der erste Doppelfehler, sodass sie erstmals in Rückstand geriet (0:1). Die Vaduzerin tut sich leichter, auf den Service ihrer Kontrahentin zu reagieren und besass in der Folge eine dreifache Breakchance; Kalinina setzte ihren Long-line ins Aus (1:1). Die Problematik ihres Service hielt bei der Liechtensteinerin an, die Gefahr lief, einen Break zu kassieren und den verwertete Kalinina souverän (1:2). Das Breakfestival schien seinen Lauf zu nehmen, denn bei Aufschlag Kalinina besass in der Folge wieder Von Deichmann Vorteile (40:15) und sie nutzte den ersten Breakball, einen Eigenfehler von Kalinina (2:2). Zwei Punkte fehlten zum 3:2 (30:15), doch Kalinina gab nicht klein bei, weshalb das Game über Einstand ging (40:40). Mehrere Breaks besass Kalinina, die ihr grosses Risiko immer wieder mit Netzfehlern bezahlte, doch den dritten Breakball letztlich verwertete (2:3). Ein glücklicher Netzball brachte Von Deichmann im nächsten Aufschlagspiel von Kalinina in Vorlage zu einer Breakchance (40:30), die aber die Ukrainerin abwendete. Und der zweite Breakpunkt, ein Stopp knapp übers Netz trug den 3:3-Gleichstand ein. Und schon lief Von Deichmann erneut Gefahr, ihr Aufschlagspiel abzugeben (0:40). Nach einem weiteren Doppelfehler ging der Punkt an die Ukrainerin (3:4). Je länger die Partie im zweiten Satz dauerte, zeigte die Ukrainerin mehr Entschlossenheit in ihren Schlägen und erhöhte das Skore auf 3:5. Von Deichmann brachte zu jenem Zeitpunkt nicht ausreichend Druck auf ihre Bälle, dennoch besass sie Spielball zum 4:5, doch ein schwacher Stoppball lief Kalinina noch ab (40:40). Von Deichmanns Servicefehler häuften sich extrem, trotzdem holte sie ihr erstes Game bei eigenem Aufschlag im zweiten Satz (4:5). Kalinina servierte zum Satzgleichstand und tat sich plötzlich schwer, den Druck hoch zu halten. Von Deichmann reagierte mit vielen Slices (Dreifachbreakchance). Kalinina schaffte aber den Einstand (40:40). Es schien ein reines Nervenspiel zu sein, Kalinina wendete das Blatt, besass Satzbälle und auf der Gegenseite besass Von Deichmann indes Breakbälle. Immer wieder gings über Einstand, schliesslich glich Von Deichmann nach einem zu lange geradenen Ball der Ukrainerin aus (5:5).

Mit den mässigen Aufschlagspielen gehts weiter: Von Deichmann stand erneut bei eigenem Aufschlag unter Druck (15:40), kannte vorerst drei Breakchancen abwenden und machte den Punkt (6:5). Danach stand die Ukrainerin bei eigenem Aufschlag gehörig unter Druck. Der nächste Doppelfehler von Kalinina; die Spannung stieg massiv (30:15). In der Folge besass sie einen Spielball (30:40) und glich aus, denn der Return der Liechtensteiner missglückte (6:6).

Im Tiebreak ging die Liechensteinerin komplett 0:7 unter. Der Ukrainerin glückte ein erstes Minibreak (0:1), die mit zwei Services nachlegte (0:3). Der Druck für die Liechtensteinerin war gross, die zwei weitere Minibreaks hinnehmen musste (0:5). Viel Entschlossenheit zeigte Kalinina, die kurzen Prozess machte und den zweiten Satz heimführte (7:6). 

Es stellte sich die Frage, wie Von Deichmann auf diesen Satzverlust reagieren wird? Aufgrund der vorherrschenden Hitze wurde eine zehnminütige Spielpause angeordnet. Die Partie ist schliesslich fortgesetzt worden. Kalinina servierte und Von Deichmann nutzte den ersten Breakball zum 1:0. Bei eigenem Aufschlag schien sie ihre Konzentration vorerst wieder gefunden zu haben (40:15), doch Kalinina darf nie abgeschrieben, trotzdem legte die Liechtensteinerin vor (2:0). Die Ukrainerin konnte nun problemlos ihr Aufschlagspiel durchbringen und verkürzte (2:1). Mit einem Doppelfehler brachte sich Von Deichmann wieder in Bedrängnis (0:30) und gab ihr Aufschlagspiel relativ einfach ab, sodass Kalinina ihr nächstes Break schaffte (2:2). Danach hat Von Deichmann erstmals ihren Schläger weggeworfen, weil Kalinina mit einem Netzball den Punkt holte (15:30). Von Deichmann schien völlig ausgepowert zu sein, bewegte sich kaum mehr, sodass Kalinina ohne grosse Gegenwehr ihren Service heimspielen konnte (2:3). Danach kümmerte sich ein Physio um die Liechtensteinerin, die einen Riegel zu sich nahm und Getränke einnahm. Nach kurzer Absprache – auch ein Arzt wurde beigezogen – nahm Von Deichmann das nächste Servicespiel in Angriff. Wenn das nur gut geht, denn sie stand nur im Feld und schlug die Services aus der Hüfte heraus; gab den Satz kampflos ab (2:5). Die Physiotherapeutin kümmerte sich nochmals um die Liechtensteinerin, die mit Eis und Kühlpackungen eingedeckt wurde. Kurz darauf gab die Liechtensteinerin das Spiel vorzeitig auf. (eh)

27. Aug 2018 / 21:23
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