Schneetraining in Zeiten von Corona

Die Brüder Robin und Tobias Frommelt können trotz der Coronakrise auf der Loipe trainieren.

Bereits über zwei Monate liegt der letzte Wettkampfeinsatz der beiden Nachwuchslangläufer Robin und Tobias Frommelt zurück. Anfang Februar überzeugten die beiden Brüder an den Schweizermeisterschaften in Realp mit guten Resultaten. Der zweite Teil dieser Meisterschaften fiel rund einen Monat später wie so viele anderer Rennen dem Coronavirus zum Opfer. Und so ist die Langlaufsaison zwar schon seit Wochen zu Ende, das Training für die Frommelt-Brüder geht aber dennoch weiter.

Rund 15 Stunden Training pro Woche

Während derzeit viele Sportler aufgrund der Coronakrise sehr kreativ sein müssen, um trainieren zu können, sieht dies bei Tobias und Robin Frommelt anders aus. Die beiden haben nämlich derzeit noch das Privileg, auf Schnee trainieren zu können. «Wir sind derzeit in unserer Ferienwohung im Engadin und hier herrschen noch sehr gute Schneeverhältnisse», so Tobias Frommelt. Sein Bruder Robin fügt an: «Unser Trainer Bärti Mannhart hat uns gesagt, dass wir dies ausnutzen und solange es noch Schnee hat, so viel wie möglich trainieren sollen.»

 

 

Doch nur trainieren können auch die Frommelt-Brüder nicht. «Ich habe das Glück, dass ich derzeit nicht arbeiten und nur vereinzelte Aufträge für die Schule erledigen muss. Daher habe ich derzeit genug Zeit zum Trainieren und kann ungefähr 15 Stunden pro Woche auf der Loipe trainieren», erzählt Robin Frommelt. Ähnlich sieht es auch bei seinem Bruder Tobias aus, der erklärt: «Ich versuche meistens, die Aufträge für die Schule am Morgen zu erledigen, damit ich anschliessend auf die Loipe kann. Wenn nicht so viel ansteht, kann ich manchmal sogar zwei Trainings an einem Tag absolvieren.»

Trotz der guten Trainingsbedingungen, welche Robin und Tobias Frommelt derzeit im Engadin vorfinden, sind auch sie von der Corona-Krise betroffen. Die Massnahmen der Regierung können die beiden Brüder gut nachvollziehen. «Auch wenn die Situation etwas mühsam ist, gerade hinsichtlich der Schule oder auch der abgebrochenen Saison, ist es sicher richtig, dass man diese Massnahmen eingeführt hat», findet Tobias Frommelt. Ähnlicher Meinung ist auch sein Bruder Robin. Er findet jedoch, dass man die Massnahmen so belassen sollte. «Es ist si-cher wichtig, dass man Massnahmen trifft und die Risikogruppen schützt. Aber noch striktere Regeln oder gar eine Ausgangssperre würden meiner Meinung nach nicht viel mehr nützen», so der 17-Jährige. (rb)

07. Apr 2020 / 14:31
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