• Marco Pfiffner
    Marco Pfiffner bangt noch um seine WM-Teilnahme. Die Heimrennen Ende Januar dürften wohl entscheiden, ob der Unterländer in Åre am Start stehen wird.

Goldfavoritin Weirather – und sonst?

Neben Tina Weirather dürfte wohl auch Ian Gut die Selektionskriterien des LSV für die Ski-WM in Åre erfüllen. Etwas schwerer wird es für den angeschlagenen Marco Pfiffner, bei dem wohl die Heimrennen in Malbun über die WM-Teilnahme entscheiden.

25 Tage, also rund vier Wochen, dauert es, bis die Sportwelt nach Schweden blickt. In Åre finden nach 1954 und 2007 zum dritten Mal die alpinen Ski-Weltmeisterschaften statt. Zwischen dem 4. und 17. Februar kämpfen die besten Skifahrer der Welt um die Medaillen. Mit dabei sind auch einige Athleten aus Liechtenstein – auch wenn weniger als zu Beginn der Saison geplant.

Weirather auf jeden Fall gesetzt für die WM

Einmal mehr wird die Liechtensteiner Delegation von Tina Weirather angeführt. Und auf der Ausnahmekönnerin ruhen auch in diesem Jahr alle Medaillenhoffnungen. Nach WM-Silber 2017 in St. Moritz und Olympia-Bronze 2018 in Pyeongchang fehlt der 29-Jährigen eigentlich nur noch eine Goldmedaille an einem Grossanlass. Und genau mit diesem Ziel ist sie in die Saison 2018/19 gestartet. «Ich will in Åre die Goldmedaille gewinnen», sagte sie Ende Oktober vor dem Saisonstart in Sölden.

Und die Vorzeichen für Tina Weirather stehen zur Zeit gut. Während sie zu Beginn der Saison noch nicht wie erhofft auf Touren gekommen ist, zeigte die Formkurve der Planknerin zuletzt stark nach oben. Mit zwei Podestplätzen (3. in St. Moritz und 2. in Val Gardena) und einigen anderen Topresultaten im Weltcup hat Weirather die Selektionskriterien für die Weltmeisterschaften schon längst erfüllt. «Bei Tina müssen wir gar nicht diskutieren», sagt Christian Büchel, Chef Alpin des Liechtensteiner Skiverbands (LSV). Und so wird Wei­rather, sofern sie gesund bleibt, am 5. (Super-G) und am 10. Februar (Abfahrt) eine der ganz grossen Favoritinnen auf eine WM-Medaille, wenn nicht sogar auf die Goldene, sein.

Grosses Fragezeichen bei Marco Pfiffner

Doch wie sieht es hinter Weirather aus? «Wir haben mit Ian Gut, Marco Pfiffner und Nico Gauer drei weitere Kandidaten, die theoretisch für die Weltmeisterschaften in Schweden in Frage kommen würden», so Büchel. Allerdings nur theoretisch, denn für Nico Gauer ist nach seinem Kreuzbandriss anfangs Dezember die Saison bereits zu Ende. Der Balzner wird also auf jeden Fall nicht in Åre am Start stehen. Und auch bei Marco Pfiffner spricht derweil noch wenig für eine WM-Teilnahme. «Marco hat sich ja im August eine Gehirnerschütterung zugezogen und laborierte zuletzt auch an einer Entzündung der Patella-Sehne herum. Momentan befindet er sich im Aufbau, doch wir wissen noch nicht genau, bis wann er wieder fit ist», erklärt Büchel. 

Auch wenn Pfiffner noch rechtzeitig vor der WM gesund werden sollte, ist ihm eine Teilnahme an diesem Grossevent nicht garantiert. Wie auch in anderen Ländern gibt es von den nationalen Skiverbänden Selektionskriterien, welche die Athleten erfüllen müssen. Diese gelten auch für den 25-jährigen Unterländer. «Es wird auf jeden Fall extrem knapp werden. So wie es zur Zeit aussieht, wird Marco bei den Heimrennen in Malbun (31. Januar und 1. Februar) seine ersten Rennen in diesem Winter bestreiten. Dort muss er zwei gute Resultate erzielen, um die WM-Limiten noch zu erfüllen.» Kurz gesagt heisst das: Marco Pfiffner muss Ende Januar in Malbun wohl zwei Top-5-Plätze herausfahren, wenn er das WM-Ticket in letzter Sekunde noch lösen will.

Büchel: «Ich denke Ian Gut wird in Åre dabei sein»

Etwas positiver sieht die Situation vom «Neuling» im LSV-Herrenkader aus. Ian Gut, der im Sommer einen Nationenwechsel vollzog, konnte in diesem Winter schon einige Male überzeugen. «Ian hat sich mit einigen guten Resultaten definitiv für die WM in Åre empfohlen. Er konnte bereits FIS-Rennen in dieser Saison gewinnen und bewies mit einem 12. Rang im Europacup, dass er auch auf dieser Stufe mithalten kann», so der Chef Alpin des LSV. Dennoch ist die Teilnahme des Tessiners noch nicht in Stein gemeisselt. «Wir werden uns in den nächsten Wochen sicher noch beraten und dann eine definitive Entscheidung fällen. Aber ich denke, dass Ian nach Schweden reisen wird.» 

Falls die Prognose des Chefs Alpin auch wirklich eintrifft, soll Gut neben seiner Top-Disziplin Riesenslalom auch in den Speedwettbewerben an den Start gehen. «Ich denke, wenn wir schon an der WM dabei sind, dann nützt es nicht viel, wenn er nur ein Rennen bestreitet. Er wird sicher auch in Abfahrt, Super-G und sehr wahrscheinlich auch in der Kombination antreten. Im Slalom hat Ian noch nicht das nötige Niveau und auch die Rennerfahrung in dieser Disziplin fehlt ihm noch», sagt Büchel. (rb)

10. Jan 2019 / 13:41
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