• Haus des Sports
    Auf der rot markierten Fläche soll das Kompetenzzentrum für den Sport in Liechtenstein entstehen. Möglich ist auch eine Verbindung zur Haupttribüne des Rheinpark Stadtions.

FIFA und UEFA zahlen an Haus des Sports

Das Liechtenstein Olympic Committe, der Liechtensteiner Fussballverband und die Gemeinde Vaduz planen ein Kompetenzzentrum beim Rheinpark Stadion in Vaduz. Bei der Frage der Finanzierung kann davon ausgegangen werden, dass FIFA und UEFA den grössten Teil dieses Projekt bezahlen, sofern Liechtenstein die Hausaufgaben macht.

Es wäre ein grosser Schritt für den Sport in Liechtenstein. In Vaduz, nahe des Rheinpark Stadions, soll ein Kompetenzzentrum entstehen, welches als administrative Heimat für den Liechtensteiner Sportes dienen soll. «Die Idee vom ‹Haus des Sports› ist keine neue. Seit fast 15 Jahren prüfen wir immer wieder verschiedene Varianten für eine solche zentrale Infrastrukur», sagt Beat Wacher, Geschäftsführer des Liechtenstein Olympic Committee (LOC). Nun ist es endlich gelungen, gemeinsam mit der Gemeinde Vaduz und dem Liechtensteiner Fussballverband (LFV), konkrete Pläne für die Umsetzung eines solchen Sport-Kompetenzzentrums, das in der Vergangenheit immer wieder «Haus des Sports» genannt wurde, zu entwickeln.

Bevor jedoch eine detailierte Raumplanung für das Haus des Sports ausgearbeitet werden kann, gibt es noch eine grosse Hürde zu überspringen. Denn das Areal, auf dem das Kompetenzzentrum entstehen soll, ist derzeit kein Bauland. «Aus verschiedenen Gründen ist das Areal zwischen dem Binnendamm und dem Irkalesbach im Bereich der Haupttribüne der ideale Standort für die Realisierung der vorge­sehenen Hochbauten. Dieses Areal befindet sich derzeit aber in der Landwirtschaftszone», erklärt Bürgermeister Manfred Bischof.

Umzonierung könnte bis Ende Jahr abgeschlossen sein

Daher hat die Gemeinde Vaduz, Eigentümerin des Areals, eine zonenrechtliche Anpassung in Auftrag gegeben. Diese dürfte aber bereits einiges an Zeit in Anspruch nehmen. «Vorausgesetzt, dass der Gemeinderat der Umzonierung zustimmt, keine Anmeldung eines Referendums erfolgt, und nicht die Durchführung einer Gemeindeabstimmung erforderlich wird, kann die vorgesehene Umzonierung bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden», führt Bischof aus.

Nach der erfolgreichen Umzonierung und der Erteilung der entsprechenden Baurechte würden LOC und LFV gemeinsam mit der konkreten Planung des Kompetenzzentrums beginnen. Wie diese Pläne aussehen könnten, ist derzeit auch bei den beiden Verantwortlichen dieser Parteien nicht klar. «Wir befinden uns derzeit auf einer ganz anderen Flughöhe. Momentan steht die zonenplanrechtliche Anpassung des Areals im Vordergrund, auf dem der Hochbau entstehen soll», sagt LFV-Generalsekretär Peter Jehle. Allerdings gebe es bereits jetzt Ansätze, die beispielsweise einen Zusammenschluss mit dem Rheinpark Stadion in Betracht ziehen würden.

FIFA und UEFA würden Haus des Sports mitfinanzieren

Eine andere Frage , die noch offen bleibt, ist die der Finanzierung des Projekts. Bei der Gemeinde Vaduz verweist man dabei auf die beiden anderen Parteien. «Die Entstehungskosten werden vom LOC und dem LFV getragen», bestätigt Bischof. Ähnlich tönt es auch beim LOC, wo Beat Wachter sagt: «Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, bei der Entstehung gross mitzuwirken.»

Und der LFV? «Die FIFA und die UEFA stellen konkrete Forderungen an die Verbände, betreffend Sportstätten und anderweitiger sportspezifischer Infrastruktur. Für die Errichtung eines solchen Zentrums können von der FIFA und der UEFA projektbezogene Gelder bezogen werden. Jedoch muss dafür ein sehr detailiert ausgearbeitetes Projekt fristgerecht eingereicht werden», erklärt LFV-Generalsektretär Peter Jehle.

Heisst also, dass die FIFA und die UEFA mit ihren Geldern den grössten Teil des Projekts finanzieren werden, sofern der LFV die dafür nötigen Massnahmen erfüllt. (rb)

13. Jun 2019 / 16:02
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4 KOMMENTARE
Noch ein Satz
Interessant ist übrigens folgender Satz im entsprechenden Gemeinderatsprotokoll:
«Bedenken werden auch betreffend den Eingriff in Natur und Landschaft, insbesondere durch die geplanten Gebäude zwischen Binnendamm und Irkalesbach geäussert.»
Aber natürlich wird das in diesem Artikel (Werbung?) nicht erwähnt…
Und apropos Irkalesbach : Es zu hoffen, dass – falls das Landesspital wirklich zum Wille-Areal verlegt werden sollte – der Irkalesbach aus seinem Rohr befreit wird. Dieser verläuft nämlich auf rund 350 Meter wirklich in einem Rohr. Auf wenigstens gut 200 Meter könnte man ihn dann sicherlich freilegen, womit auch der «Kiesgrubencharme» des Wille-Areals bald Geschichte sein könnte. Aber natürlich müssten auch die dort stehenden Bauten («Baracken») entfernt (oder zumindest versetzt) werden.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.06.2019 Antworten Melden
Wenn Liechtenstein etwas hat…
…dann sind es – neben (bald) zu vielen Casinos – zu viele Bauzonen.
Wenn man sich den Zonenplan von Vaduz anschaut, dann fällt auf: Vom Kreisel bei der Alten Rheinbrücke bis zum Rheinparkstadion befinden sich alle Grundstücke (der Strasse entlang) in der «Zone für öffentliche Bauten und Anlagen». 30'000 Quadratmeter Bauland stehen somit zur Verfügung! Und statt Teile dieser Flächen zu verwenden will man nun Boden von der Landwirtschaftszone in Bauland «umzonen»?
Für mich völlig unverständlich. An der dort durchgehenden Hochdruckgasleitung dürfte es ja wohl nicht scheitern – denn eine Feuerwehrübungsanlage (offenes Feuer!) konnte man ja auch wenige Meter neben der Leitung bauen...
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.06.2019 Antworten Melden
@Lie
Stimme Dir zu.
Ausserdem wird wohl wie üblich Art. 4 Abs. 2 Bst. a Bodenerhaltungsgesetz zur Anwendung kommen. Das heisst, dass entgegen der eigentlich vorgesehenen Bestandessicherung des LW-Bodens (eine Auszonierung ist nur zulässig, wenn gleichzeitig eine in Eignung und Grösse gleichwertige Fläche in die Landwirtschaftszone einzoniert wird) einfach wieder einmal das öffentliche Interesse bemüht wird und dieses dem gleichwertigen Ersatz vorgeht.
Eine solche Abweichung bedarf jedenfalls der Bewilligung der Regierung (Art. 4 Abs. 3 Bodenerhaltungsgesetz).

Wenn immerhin ein gleichwertiger Ersatz gemacht wird, okay, das wäre eine positive Überraschung, aber man darf wohl gespannt sein.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 13.06.2019 Antworten Melden

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