• Bulgaria Alpine Skiing World Cup
    Ein Bild, das stellvertretend für Tina Weirathers Saison steht – zumindest sportlich gesehen.  (Giovanni Auletta)

Eine Saison zum Abhaken

Sportlich konnte Tina Weirather in dieser Saison nicht überzeugen und blieb erstmals seit 2012 ohne Podestplatz.

Vor wenigen Tagen ging eine spezielle Weltcupsaison mit den Absagen der Rennen in Åre und Kranjska Gora definitiv zu Ende. Für Tina Weirather war schon seit über einer Woche klar, dass sie kein Weltcuprennen mehr bestreiten wird. Dies, weil das Saisonfinale in Cortina d’Ampezzo aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt und ersatzlos gestrichen wurde.

Für die Liechtensteinerin endet damit eine schwierige Saison früher als erwartet. Eine Saison, in der Weirather nicht mehr an das Leistungsniveau vergangener Jahre anknüpfen konnte – zumindest nicht, wenn man auf die Ranglisten schaut. Im Super-G von Lake Louise (Rang 9), in der Abfahrt von Altenmarkt-Zauchensee (Rang 6) und im Super-G von Bansko (Rang 5) fuhr sie jeweils unter die Top 10. In allen anderen Rennen verpasste Weirather ein Top-10-Resultat und meist auch ein Top-15-Resultat. Im Vergleich dazu: In der Saison davor fuhr Weirather noch drei Mal aufs Podest und im Winter 2017/18 stand sie ganze neun Mal auf einem Weltcuppodest, davon zwei Mal zuoberst. Und so bleibt die 30-jährige Liechtensteinerin erstmals seit der Saison 2011/12 ohne Podestplatz im Weltcup. 

Weirather erntete viel Lob für ihren Verzicht 
Ein Rennen überstrahlt jedoch die Saison der Liechtensteinerin. Und das, obwohl Weirather dabei gar nicht an den Start gegangen ist. Anfang Februar in Garmisch-Partenkirchen entschied sie sich kurz vor dem Start, dass sie nicht fahren wird und damit freiwillig auf die Abfahrt auf jener Strecke, auf welcher sie den einzigen Abfahrtssieg ihrer Karriere feiern konnte, verzichtet. Ein ungewöhnlicher Schritt, der gleichzeitig aber sehr ehrlich und mutig war, wofür sie viel Lob erntete. «Ich hatte ein schlechtes Gefühl, das auch mit positivem Denken nicht verschwand. Als ich mich das letzte Mal verletzt habe, habe ich mit mir vereinbart, dass ich in Zukunft mehr auf solche Signale hören werde. Ich bin glücklich, dass seit diesem Versprechen mittlerweile zehn Jahre vergangen sind und es so lange gedauert hat, bis ich schliesslich Nein zu einem Rennen sagen musste. Nun, heute ist dieser Tag», schrieb Wei­rather anschliessend auf ihrem Instagram-Profil und sprach 
damit offen über Ängste im Skirennsport – ein Thema, das sonst eigentlich eher verschwiegen wird. (rb)

15. Mär 2020 / 21:06
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