• Fussball UEFA EM Europa Qualifikation Liechtenstein - Italien
    Dennis Salanovic hatte gegen Italien einige gute Torchancen, konnte diese aber nicht nutzen.  (Eddy Risch)

Die Entwicklung schreitet voran

Nach durchwachsenen Zeiten hat sich die Liechtensteiner Fussball-Nationalmannschaft diesen Herbst deutlich stärker präsentiert.
Ob begründet oder nicht: Die Liechtensteiner Nationalmannschaft wurde in den letzten Jahren immer wieder stark kritisiert. Oft lag das daran, dass man auf einmal auch gegen die in etwa gleich stark einzuschätzenden Nationen die Spiele nicht mehr gewinnen konnte. Dabei wurde meistens nicht berücksichtigt, dass diese Baisse auf die Rücktritte etlicher Führungsspieler wie Peter Jehle, Franz Burgmeier, Mario Frick und Co. folgte.
 
Erste Schritte in die richtige Richtung
 
In letzter Zeit sind die Kritiker aber mehrheitlich verstummt. Grund dafür sind die guten Auftritte der Liechtensteiner in diesem Länderspielherbst. Gegen Armenien und Griechenland wurde die gezeigte Leistung sogar wieder einmal mit Punkten belohnt. Die beiden Punkte, aber auch die starken Auftritte bei den Niederlagen gegen Bosnien und am Dienstagabend gegen Italien sind die ersten Lorbeeren, die geerntet werden konnten.
 
Fotostrecke: Liechtenstein - Italien
Liechtenstein - Italien
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Nach der Partie gegen Italien sprach Michele Polverino, der vor dem Spiel für seinen 75. Einsatz in blau-rot geehrt wurde und damit zu den erfahrenen Spielern im Team gehört, über die Entwicklung im Team. «Seit dem Frühling haben wir noch einmal einen enormen Schritt vorwärts gemacht», sagte er. Die Entwicklung und das bessere Auftreten des Teams hat ihm zufolge verschiedene Gründe. Zum einen habe Helgi Kolvidsson als Trainer natürlich neue Inputs gebracht. Aber auch sonst, so Polverino, hätten viele Gespräche stattgefunden: «Wir haben auch intern miteinander geredet und uns darüber Gedanken gemacht, wie wir als Mannschaft auftreten wollen.» Mit der Art, wie die Nationalmannschaft in den letzten Spielen aufgetreten ist, ist Michele Polverino äusserst zufrieden. «Wir machen defensiv einen guten Job und schaffen es auch, gegen Top-Teams immer wieder gefährliche Chancen zu kreieren», so Polverino. Diese Einschätzung bestätigte sich am Dienstagabend. Denn bereits in den ersten fünf Minuten hätte Liechtenstein zwei Tore erzielen können. Allgemein: Auch wenn Italien mehrheitlich den Ball hatte, hatten die Liechtensteiner in den ersten 70. Minuten mehr gute Chancen als der vierfache Weltmeister. 
 
Effizienz lässt zu wünschen übrig
 
Einer, der in den letzten Spielen praktisch an jeder gefährlichen Offensivaktion der Liechtensteiner beteiligt war, ist Dennis Salanovic. Über die Flügel kommend stellte der Offensivmann vom FC Thun auch Weltklasseverteidiger wie jene von Italien vor ernsthafte Probleme. Wenn auch erst 23-jährig, gehört Dennis Salanovic bereits zu den etablierten Spielern im Team. Woran es bislang aber oftmals noch fehlt, ist die Effizienz. Diese Effizienz liess nicht nur Salanovic vermissen, sondern die Mannschaft als Ganzes. Gegen Italien erarbeitete sich Salanovic gleich mehrere Chancen. «Ich war selber überrascht, dass wir gegen Italien zu so vielen Chancen gekommen sind. Ich denke, das zeigt, dass wir gut in Form sind und in den letzten Spielen einen guten Eindruck hinterlassen haben. In den ersten 70 Minuten konnten wir gut mithalten und einige Nadelstiche setzen. Beim ers-ten Tor konterten die Italiener sogar uns aus, dass muss man auch erstmal schaffen», so Salanovic. Als Offensivspieler ärgerte sich Salanovic natürlich über die ausgelassenen Chancen, nahm dies aber einigermassen gelassen. «Ich habe Sirigu nach dem Spiel schon gesagt, dass er ruhig Mal eine reinlassen kann. Nein, aber es gibt einfach so Spiele, wo es nicht klappen will. Ich hoffe dafür, dass ich sie mir für die nächsten Spiele aufgespart habe», scherzte Salanovic.
 
Insgesamt war aber auch er mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. «Im März in Italien waren wir 90 Minuten am schwimmen und sie haben uns dominiert. Das war jetzt schon ein ganz anderes Spiel, auch wenn das Resultat am Schluss mit 0:5 zu hoch ausfiel. Ich denke trotzdem, dass wir den Kopf nach der Leistung nicht hängen lassen müssen.» Sowohl Dennis Salanovic als auch Michele Polverino waren sich einig, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet. In diesem Jahr stehen nun noch die Partien gegen Bosnien und Finnland an – beide Teams dürfen im Rennen um die Qualifikation nicht mehr patzen. «Klar wird es auch gegen diese Gegner nicht einfach, aber ich glaube nicht, dass sie besser spielen, als es Italien tut», meinte Michele Polverino. Dementsprechend sind die beiden zuversichtlich, dass man an einem guten Tag auch diese Gegner ärgern kann. (sb)
 

Etliche Sitze blieben leer

Obwohl es für das Spiel Liechtenstein – Italien keine Tickets mehr zu kaufen gab, blieben etliche Sitze im Stadion leer – vor allem auf der Südtribüne. Grund dafür ist, dass der italienische Verband nicht das ganze Ticketkontingent verkauft hat, woraufhin versucht wurde, die Tickets an Italien-Fans in der Schweiz zu verkaufen. Das erkärte der LFV auf Anfrage. Der LFV konnte die Tickets nicht an Fans hierzulande verkaufen, da man die Heimfans in diesem speziellen Sektor von jenem der Gäste hätte trennen müssen. Der Sicherheitsaufwand wäre zu gross gewesen. 

 
17. Okt 2019 / 10:06
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