• So könnte das neue Landesspital auf dem Wille-Areal künftig aussehen.

Landesspital: Regierung schlägt Wille-Areal vor

Nachdem sich die Regierung in den letzten Wochen intensiv mit den verbliebenen zwei Varianten befasst hat, ist nun klar: Das neue Landesspital soll auf dem Wille-Areal gebaut werden. Einer Realisierung auf der so genannten «Grünen Wiese» stehen zu viele Argumente entgegen. Das letzte Wort hat jedoch der Landtag, der den Bericht im September behandeln soll. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf CHF 72,5 Mio, wobei sich die Gemeinde Vaduz mit 7 Mio. beteiligt.

Die Regierung beantragt für den Neubau des Landesspitals auf dem WilleAreal einen Verpflichtungskredit von CHF 65.5 Mio. sowie die Umwidmung einer der Parzellen auf diesem Areal vom Finanzvermögen in das Verwaltungsvermögen, damit diese für den Neubau genutzt werden kann. 

«Die beiden Standorte Wäldli-Areal und Wille-Areal sind grundsätzlich für einen Neubau des Landesspitals gut geeignet. Die grössten Unterschiede ergeben sich bei der praktischen (und politischen) Realisierbarkeit eines Projekts. Obwohl das Wäldli-Areal selbst zweifellos sehr gut geeignet wäre für einen Neubau eines Landesspitals, stehen einer praktischen Realisierung in diesem Perimeter einige Argumente entgegen», heisst es im Bericht und Antrag der Regierung. Es müsse ein Tauschgeschäft durchgeführt werden, welches den Erwerb und die Veräusserung diverser Grundstücke abbildet. Diese Geschäfte unterliegen dem Referendum (auf Gemeinde- und Landesebene). Ebenso unterliegt die für die Realisierung benötigte Umzonierung in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen dem Referendum in der Gemeinde Vaduz. Zudem seien Einsprachen der Nutzer benachbarter Wohnliegenschaften möglich. Das Land müsse sich in dieser Variante von Bodenreserven trennen, während das Wille-Areal weiterhin schlecht genutzt werde.

In einer im Landtag diskutierten Variantenstudie wurde als Nachteil des Standorts Wille-Areal ausgeführt, dass die schon lange anhaltende Diskussion um die Werkhöfe Oberland und Unterland ein Spitalprojekt verzögern könnte. «Es soll nun eine Übergangslösung in einem Mietobjekt angestrebt werden, so dass die beiden Projekte entkoppelt werden können. Das Wille-Areal steht zudem im Eigentum des Landes und befindet sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Es sind also weder eigentumsrechtliche noch zonenrechtliche Massnahmen für eine Realisierung eines Spitalbaus nötig. Daher favorisiert die Regierung das Wille-Areal als neuen Standort für das Landesspital.» Allerdings habe der Standort auch Nachteile, welchen durch entsprechende Massnahmen begegnet werden müsse. Die Regierung führt dazu aus: «Das Areal wirkt heute nicht sehr einladend. Nach Fertigstellung des Baus des Liechtensteinischen Roten Kreuzes und eines architektonisch gut gestalteten Landesspitals mit einer geeigneten Umgebungsgestaltung und Bepflanzung kann eine attraktive Lösung umgesetzt werden.» (dv)

10. Jul 2019 / 10:00
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