• Wilfried Marxer, Forschungsleiter Politik am Liechtenstein-Institut, zeigte die grossen Effekte der Streichungen und Sympathiestimmen anhand von Beispielen auf.
    Wilfried Marxer, Forschungsleiter Politik am Liechtenstein-Institut, zeigte die grossen Effekte der Streichungen und Sympathiestimmen anhand von Beispielen auf.

«Stabiles Wahlresultat für die VU»

Politologe Wilfried Marxer präsentierte vor dem VU-Landesvorstand eine erste Kurzanalyse. Sein Fazit für die VU: Dank dem Sieg in Triesen und dem knappen Erfolg in Planken könne man von einem guten Resultat sprechen.
Gemeindewahlen. 

Es war noch keine Detailanalyse, welche Wilfried Marxer, Forschungsleiter Politik am Liechtnestein-Institut, dem VU-Landesvorstand am Mittwoch präsentierte. Für eine solche würden noch Umfragen und weitere Auswertungen fehlen.

Dennoch zeigte er einige Besonderheiten der Gemeindewahlen 2019 auf. Die Wahlsiegerin mit einem Zuwachs von fünf Mandaten ist unbestritten die Freie Liste. «Sie hat wieder in mehr Gemeinden kandidiert und ihr Potenzial abgerufen», so Marxer. Auf der anderen Seite haben sich die Unabhängigen und die Demokraten pro Liechtenstein beim Kampf um Gemeinderatssitze in Triesen und Eschen gegenseitig geschadet. So bleibt vom eigentlich guten Resultat der DpL unter dem Strich wenig übrig. Sie holen sich in Eschen einen Sitz. Dafür gingen sie in Triesen leer aus. Die Unabhängigen sind nach den Wahlen 2019 nur noch in Schaan vertreten.

Das Resultat in Vaduz ist mehrfach überraschend

Inbesondere Vaduz verdeutlicht die Veränderung, die bei den Wahlen stattgefunden hat. Neu sind 
8 Frauen und 5 Männer im Gemeinderat. Dabei haben vor allem Sympathiestimmen anderer Parteien dafür gesorgt, dass für die VU auch Daniela Ospelt, Antje Moser und Josef Feurle in den Gemeinderat einziehen konnten.  Ohne diese zusätzlichen Stimmen hätte nebst Petra Miescher und Natascha Söldi der bisherige Vize-Bürgermeister Patrick Wille, Maylin Roth-Wachter und Martin Gassner den Sprung in die VU-Fraktion geschafft. Erstmals in der Geschichte ist auch die Freie Liste mit zwei Personen in der Residenz vertreten. Dadurch wurde auch die absolute Mehrheit der FBP gebrochen. Der Anteil an Nichtwiedergewählten ist gegenüber 2015 rund 14 Prozent auf 20 Prozent angestiegen. Insgesamt sind 12 erneut kandidierende Gemeinderäte in sieben Gemeinden nicht wieder gewählt worden. Dennoch seien die Chancen, wiedergewählt zu werden, immer noch sehr gut, erklärte Marxer.

Im Oberland konnte die FBP wieder überholt werden

Die Bilanz von Wilfried Marxer für die VU fällt differenziert aus: Ohne den Erfolg von Daniela Wellenzohn-Erne in Triesen und dem knappen Erfolg von Rainer Beck in Planken wäre es bei den Vorstehersitzen ein Debakel gewesen. «So ist es ein gutes, stabiles Wahlresultat», so Marxer. Im Oberland konnte die VU deutlich zulegen und die FBP wieder überholen. Im Unterland hat sich mandatsmässig praktisch nicht bewegt. Damit konnte die VU auch landesweit wieder aufholen. (sap)

20. Apr 2019 / 07:30
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