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    Das neue Grenzregime der Schweiz könnte auch die Ferienpläne von Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern durchkreuzen.  (Keystone)

Die Länder auf dem Coronaindex

Wer aus einem Risikoland in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Dies hat auch Einfluss auf Liechtenstein.

Am Donnerstagabend hat der Bundesrat eine Liste von 29 Ländern veröffentlicht, aus denen Reisende bei ihrer Rückkehr in die Schweiz eine zehntägige Quarantäne absitzen müssen. Die Pflicht gilt ab Montag, 6. Juli. Sie betrifft Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem der Risikoländer aufgehalten haben. Wie es in einer entsprechenden Verordnung des Bundesrats heisst, soll die Massnahme verhindern, dass sich das Coronavirus über die Grenzen ausbreitet.


Die Quarantäneländer (Stand 2.7.2020)
Wer aus folgenden Ländern ab dem 6. Juli in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne:

  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bahrain
  • Weissrussland
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Dominikanische Republik
  • Honduras
  • Irak
  • Israel
  • Katar
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Moldova
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Serbien
  • Südafrika
  • Turks- und Caicos-Inseln 
  • USA

    Die Liste soll regelmässig aktualisiert werden. Als Kriterien werden unter anderem die Zahl der Neuinfektionen in einem Land und die Verfügbarkeit verlässlicher Informationen zur Risikolage verwendet.

Auch Schengen-Länder auf der Risikoliste
Die Schweiz setzt auch mehrere europäische Länder auf den Coronaindex, darunter auch den Schengen-Staat Schweden. Mit diesen Ländern besteht seit Mitte Juni wieder vollständige Reisefreiheit. Schweden hatte jedoch einen Sonderweg bei der Bekämpfung der Coronapandemie gewählt und weitgehend auf Einschränkungen verzichtet. Nun sieht sich das Land mit hohen Fallzahlen konfrontiert.

Eine Quarantäne gilt auch bei der Einreise aus Serbien, dem Kosovo und Nordmazedonien, den USA, Russland, Brasilien, Argentinien und zahlreichen Golfstaaten. Auf der Liste der Risikoländer stehen ausserdem Tourismus-Hotspots wie Israel, Südafrika und die Kapverden. Die Einreise muss nicht direkt erfolgen: In Quarantäne muss sich begeben, wer sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem der betroffenen Länder aufgehalten hat.

Wer sich nicht an die ver­ordnete Quarantäneregel hält, kann mit einer Busse von bis zu 10 000 Franken belangt werden, wie es in einem Beiblatt zur Verordnung heisst. Zuständig für die Strafverfolgung sind die Kantone. Die Quarantäne­pflicht gilt auch für Kinder. Wie dem Beiblatt weiter zu entnehmen ist, haben Reisende aus den Risikoländern keinen Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung. Nur wenn beispielsweise der Arbeitgeber jemanden in ein Risikoland schickt, sei es möglich, dass der Lohn auch während der Quarantäne fortgezahlt werden müsse. Die Quarantäne muss nach der neuen Verordnung strikt gehandhabt werden. Das heisst: Es sind weder Spaziergänge noch Einkäufe erlaubt. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind zum Beispiel Camionneure, Zugpersonal, Flugzeugcrews, Gesundheitspersonal oder Personen im Transit. Die betroffenen Personen müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden melden und deren Anweisungen befolgen.

Länderliste kann jederzeit angepasst werden
Das neue Grenzregime hat der schweizerische Bundesrat bereit am Mittwoch beschlossen. In der gestern veröffentlichten Verordnung hat er nun auch die Kriterien für die Risikoländer definiert: Als solche gelten Länder, in welchen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten 14 Tagen mehr als 60 betrug. Auf den Index kommen auch Länder, in welchen Informationen für eine verlässliche Risikoeinschätzung fehlen oder aus welchen in den letzten Wochen wiederholt infizierte Personen in die Schweiz eingereist sind. Die Liste wird je nach Entwicklung nachgeführt.

Auswirkungen auf Liechtenstein noch unklar
Aufgrund des Umstandes, dass Reisende aus Liechtenstein bei ihrer Rückkehr in jedem Fall eine schweizerische Zollstelle passieren müssen, werden die neuen Regeln auch einen Einfluss auf allfällige Ferien- und Reisepläne der Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben. Offen ist, ob hier allenfalls die Ausnahme für Personen im Transit zum Tragen kommt. Aus diesem Grund wird auch in diesem Fall – wie bei der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr – die Regierung möglichst schnell Klarheit schaffen müssen. Eine Information aus dem Regierungsgebäude in Vaduz wir hier ebenfalls für heute erwartet. (sap/gb/sda)

 

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