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«Sachlichkeit geht mehr und mehr verloren»

S-Bahn: Schaans Vorsteher Daniel Hilti fordert eine konstruktive Mitarbeit aller.
Daniel Hilti, Schaan
Schaans Vorsteher Daniel Hilti kann die Diskussion um die Güterzüge nicht nachvollziehen.

Im Mittelpunkt der Diskussion rund um die Realisierung der S-Bahn steht die Gemeinde Schaan. Dort nämlich, so fordern die Kritiker der S-Bahn, soll und muss zuerst eine Lösung für die Verkehrsproblematik gefunden werden, bevor allenfalls Ja zu einer S-Bahn gesagt werden kann. Doch der Hauptverantwortliche der Gemeinde, Vorsteher Daniel Hilti, kann die Argumente der Kritiker nicht nachvollziehen. Er ärgert sich über die von den Gegnern aufgezeigten Schreckensszenarien und darüber, dass diese nur fordern, statt selbst auch realisierbare Lösungsansätze aufzuzeigen.

«Die Zahlen sind schon seit zehn Jahren bekannt»
«Das aufgeführte Theater ist bedenklich und eines Volksvertreters unwürdig», so der Vorsteher beispielsweise mit Blick auf die derzeit stark diskutierten Güterzüge. Die Zahlen für 2025 seien schon seit Jahren bekannt, bereits 2010 sei der Landtag ein erstes Mal darüber informiert worden, das Betriebskonzept der ÖBB sei zudem seit 2011 öffentlich. «Wo bleibt die Pflicht der Abgeordneten, sich zu informieren?» fragt sich Hilti. Ausserdem wüssten auch die Kritiker der S-Bahn sehr genau, dass es sich bei den Zahlen um Obergrenzen handle – ob diese jemals erreicht würden, bestimme der Markt. «Und es ist und bleibt halt so, dass weniger Güterzüge fahren, je mehr S-Bahnzüge auf der Schiene sind. An dieser Tatsache ändern auch die Schreckensszenarien der Gegner nichts.»

«Nicht nur die Schranken sorgen für Stau»
Der Schaaner Vorsteher fordert, dass die Kritiker aufhören sollten, alles in Frage zu stellen, sondern beginnen, konstruktiv mitzuarbeiten. Bis anhin seien die Gegner nämlich realisierbare Lösungsansätze schuldig geblieben. Es sei zu einfach, die Weiterführung der Industriestrasse von der Hilcona bis zu Zollstrasse zu fordern, im Wissen, dass die Umsetzung kurzfristig gar nicht möglich sei. «Natürlich wäre es schön, wenn wir schon jetzt eine Lösung für Schaan hätten, dem ist einfach nicht so», sagt Hilti. Deshalb aber die S-Bahn abzulehnen, wäre seines Erachtens fatal. Es seien schliesslich nicht nur die Schranken, sondern auch die Strassenhaltestellen der Liemobil auf der Zollstrasse, die Pardielkreuzung und die fehlenden Linksabbieger in das Malarsch und die Bahnstrasse, die als weitere Erschwernisse hinzukommen. «Wer glaubt, dass es ohne Schranken im Zentrum und auf der Zollstrasse keinen Stau mehr gibt, der irrt. Es braucht ein strassenunabhängiges Verkehrsmittel», stellt Hilti klar. (dv)

Daniel Hilti, Schaan

«Derzeit der einzige realistische Schritt»

Schaans Vorsteher Daniel Hilti kämpft um die Realisierung der S-Bahn und ärgert sich über die Schreckensszenarien der Kritiker.
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