• Liechtensteiner Landtag in Vaduz
    Regierungschef Adrian Hasler erwartet von Regierungsrätin Aurelia Frick im Sonderlandtag die «volle Transparenz», eine «gewisse Entschuldigung» und das Signal einer Verhaltensänderung.  (Daniel Schwendener)

Regierungschef: «Aurelia muss die Hosen runterlassen!»

Am Dienstagabend gab es ein schriftliches Statement von Regierungschef Adrian Hasler zur Berater-Affäre. Am Mittwochmittag erklärte er im Interview mit Radio L, was er von Regierungsrätin Aurelia Frick in der Sondersitzung des Landtags am 2. Juli erwartet: «Aurelia muss die Hosen runterlassen und alles auf den Tisch legen!»

Den Fehler für die Eskalation der Berater-Affäre sieht Regierungschef Adrian Hasler eindeutig bei Regierungsrätin Aurelia Frick. Sie hat es aus seiner Sicht selbst verschuldet, dass diese Thematik an die Öffentlichkeit gekommen ist.

«Ich bemängle, dass Aurelia Frick nicht von Anfang an, die von der GPK geforderten Unterlagen auf den Tisch gelegt hat und somit nicht die nötige Transparenz gegenüber der GPK gelebt hat», so Regierungschef Adrian Hasler am Mittwoch im Radio L-Interview. Diese Entwicklung wäre nicht notwendig gewesen.

Auch an ihn hätte die GPK Detailfragen gestellt. Er hätte diese entsprechend beantwortet und begründet und damit sei die Angelegenheit erledigt gewesen. Die Regierung sei gesetzlich verpflichtet, der GPK die gewünschten Unterlagen zur Verfügung zu stellen und alle Fragen zu beantworten. Er bezeichnete es als «Fehleinschätzung» von Regierungsrätin Aurelia Frick, welche zu dieser Eskalation geführt habe.

«Es kommt nun auf das Verhalten von Aurelia Frick an»

An der Sondersitzung des Landtags am 2. Juli geht es nun um die politische Zukunft von Regierungsrätin Aurelia Frick. Für Regierungschef Adrian Hasler steht fest, dass es noch offene Fragen gibt. Für ihn gibt es «nach derzeitigem Kenntnisstand» keinen Grund, Regierungsrätin Aurelia Frick das Vertrauen abzusprechen. Doch schlussendlich müsse jeder Abgeordnete selbst entscheiden, «ob er weiterhin Vertrauen in Regierungsrätin Aurelia Frick hat».

Er erwartet von seiner Regierungskollegin an der Sondersitzung auch «eine gewisse Entschuldigung». «Die zentrale Frage wird sein, wie sich Aurelia Frick am Sonderlandtag verhält. Ob von ihr nun wirklich die volle Transparenz kommt und ob die widersprüchlichen Aussagen ausgeräumt werden können – das ist für mich das ganz zentrale Thema. Und dann ist auch die Frage, ob man eine gewisse Verhaltensänderung für die Zukunft feststellen kann. Wenn das da ist, dann denke ich, dass es gut herauskommt. Wenn der Landtag aber das Gefühl hat, dass hier keine Einsicht da ist, dann kann es auch schlecht ausgehen», so der Regierungschef im Radio L-Interview.

Zusammengefasst heisst dies, dass Regierungschef Adrian Hasler von Regierungsrätin Aurelia Frick in der Sondersitzung des Landtags nicht weniger als einen Kniefall erwartet. (sap)

Zum Radio-Interview

19. Jun 2019 / 15:13
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2 KOMMENTARE
Warum nicht gleich?
Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken. Diese Ankündigung kommt definitiv zu spät. Als Regierungschef gibt es kein «ich bin nicht zuständig!»...
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 19.06.2019 Antworten Melden
Danke Regierungschef Hasler fűr diesel Ansage
Klare Worte, Herr Regierunschef. Danke.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 19.06.2019 Antworten Melden

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