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Einer der «besten Führerscheine der Welt»

Der Landtag hat dem Beitritt zu zwei internationalen Strassenverkehrsabkommen zugestimmt. Der liechtensteinische Führerschein wird dadurch neu in 146 Staaten der Welt anerkannt sein.
PK der Regierung in Vaduz
Der neue Liechtensteiner Führerschein (unten) im Vergleich zur alten Variante (oben). (Bild: Daniel Schwendener)

Bis heute gehörte Liechtenstein einzig dem in Paris abgeschlossenen internationalen Abkommen über den Kraftfahrzeugverkehr an. Es stammt aus dem Jahr 1926 und war daher laut der Meinung der Regierung «gänzlich veraltet» – sie beantragte darum beim Landtag den Beitritt zum Wiener Übereinkommen und Genfer Strassenverkehrsabkommen. 

Der Landtag hat dem Beitritt am Donnerstagvormittag mit mit 25 Ja-Stimmen die Zustimmung erteilt. Damit löst sich das Problem, dass der liechtensteinische Führerschein im Ausland teils nicht anerkannt wird, zu einem grossen Teil. Nach dem Beitritt zu den beiden internationalen Verkehrsabkommen wird der FL-Führerschein in 146 Ländern anerkannt sein, wie es auf Anfrage beim Amt für Strassenverkehr heisst. Nur 24 Staaten weltweit hätten die Anerkennung in so vielen Ländern.

«Wir dürfen stolz sein»
Amtsleiter Otto C. Frommelt  freut sich: «Liechtenstein hat jetzt einen der besten Führerscheine der Welt.» Man dürfe als Kleinstaat stolz sein, dass der Fahrausweis bald in so vielen Ländern anerkannt sei. Allerdings sei es auch nach dem Beitritt zu den Verkehrsabkommen vor einer Auslandsreise immer ratsam zu prüfen, ob der hiesige Führerschein im Reiseland anerkannt ist. 

Von heute auf morgen geht es mit der internationalen Anerkennung aber nicht. Beim Wiener Abkommen ist Liechtenstein erst 12 Monate nach Hinterlegung der Beitrittsurkunde dabei, wie Frommelt erklärt. Beim Genfer Abkommen geht es deutlich schneller: Dort müssen nur 30 Tage nach der Hinterlegung der Beitrittsurkunde vergehen, bis Liechtenstein offiziell dabei ist. (vb)

 

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