• Spital, Liechtensteinisches Landesspital mit neuem Logo, Bild aufgenommen in Vaduz am 07.07.2015 Fotograf: Sven Beham  (Sven Beham)

Landesspital vor finanziellem Kollaps

Dem Landesspital Liechtenstein droht die Überschuldung. Prognostiziert ist für heuer ein Jahresverlust von 2,2 Millionen Franken. Deshalb soll nun der Landtag handeln. Die Regierung schlägt vor, dem Spital ein Betriebsdarlehen in der Höhe von 2,3 Millionen Franken zu erlassen. So könnte das Schlimmste verhindert werden.

Die gute Nachricht vorneweg: Für das kommende Jahr zeigt man sich am Landesspital Liechtenstein verhalten optimistisch. Für dieses Jahr hingegen hat sich aber der sinkende Trend bei den Erträgen, welcher sich 2017 eingestellt hatte, zumindest in der ersten Jahreshälfte des laufenden Jahres fortgesetzt.

Das liegt unter anderem daran, dass die stationären Fälle im Vergleich zum letzten Jahr wohl weiter sinken werden. Und so dürfte trotz des Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprojektes «Futura» gemäss aktueller Hochrechnung  ein Jahresverlust von 2,2 Millionen Franken resultieren. Dank der sich in Überarbeitung befindlichen Globalkreditvereinbarung kann der Jahresverlust vermutlich auf 0,9 Millionen Franken gesenkt werden.

Die schlechte Nachricht: Das ist immer noch viel zu viel. Das Landesspital hat ein Eigenkapital von 1.02 Millionen Franken. Tritt der Verlust wie prognostiziert ein, so hat das Landesspital noch 100 000 Franken Eigenkapital – bei einer Bilanzsumme von ca. 9 Millionen Franken im vergangenen Jahr also praktisch nichts.

Fällt ausserdem der Verlust höher aus als die prognostizierten 900'000 Franken, dann droht gar die Überschuldung. Reserven wären keine mehr vorhanden.

Deshalb soll nun einmal mehr der Steuerzahler in die Bresche springen. So schlägt die Regierung dem Landtag vor, dass das Land auf die Rückzahlung eines Betriebsdarlehens in der Höhe von 2,3 Millionen Franken verzichtet. Das würde dazu führen, dass sich das Eigenkapital des Landesspital schlagartig um diesen Betrag erhöhen würde. «Das Landesspital hätte folglich wieder Reserven, welche es diesem erlauben würden, allfällige kleinere Verluste in der Zukunft wiederum selbst zu tragen», so die Regierung. (ags)

10. Okt 2018 / 10:07
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