• Landesspital
    Halbjahresbilanz: Bei den stationären Fällen liegt man 20 Prozent hinter dem Budget.  (Sven Beham)

Landesspital: Halbjahreszahlen stark im Minus

Bei den stationären Fällen liegt man in Vaduz zur Jahreshälfte rund 20 Prozent unter dem Budget 2018. Für das zweite Halbjahr herrscht bei der Spittalleitung dennoch Zuversicht.

Glücklich kann diese Halbjahresbilanz die Verantwortlichen des Landesspitals Liechtenstein (LLS) nicht stimmen. Gut, im Bereich der ambulanten Zahlen und im Notfall lagen die tatsächlichen Fallzahlen leicht über den geplanten, wie Spitaldirektorin Sandra Copeland gegenüber dem «Vaterland» erklärt. «Das LLS hat einen etablierten Notfall, der von der Bevölkerung und auch von Gästen sehr rege genutzt wird. Auch werden Sprechstunden für die Planung von Eingriffen vermehrt genutzt.» Zugleich jedoch befindet man sich bei den stationären Fällen, mit denen sich bekanntlich die grossen Einnahmen generieren lassen, «bis zur Jahreshälfte hinter dem Budget 2018» – und zwar um gut 20 Prozent.

Neuerungen brauchen Zeit

Gemäss Copeland hinken die Zahlen dem Budget  in diesem Bereich auch deshalb hinterher, weil die Veränderungen im medizinischen Angebot ihre Wirkung noch gar nicht richtig entfalten konnten. «Das orthopädische sowie traumatologische Leistungsspektrum konnte zwar mit mit dem Start von Dr. Robert Vogt hochwertig erweitert werden, jedoch brauchen solche Neuerungen erfahrungsgemäss auch Zeit, bis sie etabliert sind.» Im zweiten Halbjahr soll sich das spürbar ändern. Das Landesspital sei für das restliche Jahr zuversichtlich, betont die Direktorin. «In Bezug auf stationäre Fallzahlen wollen wir bis Ende 2018 bei mindestens 1600+ landen.» Budgetiert waren für 2018 total 1850 Fälle. 2017 war mit 1900 Austritten geplant worden, 1582 waren es dann tatsächlich. Zur sich so verbessernden Einnahmesituation werden sich im letzten Jahresviertel dann auch die wirtschaftlichen Effekte des in diesem Frühling präsentierten Sparprojekts «Futura» gesellen, wie Copeland ausführt. Diese würden sich mit dem vierten Quartal erstmals und im kommenden Jahr dann in vollem Umfang zeigen. Unter anderem kam es im Rahmen des Projekts auch zu einem Stellenabbau, indem offene Stellen nicht nachbesetzt, befristete Angestellte nicht weiter beschäftigt und vereinzelte Entlassungen ausgesprochen wurden. Optimistisch stimmen die Spitaldirektorin in ökonomischer Hinsicht zudem die «neuen Kooperations- und Belegarztverträge», die das Landesspital abschliessen konnte.

Bislang kein Medicnova-Effekt

Dass sich auch das Aus der Medicnova in Gestalt höherer Fallzahlen im Ambulant- und Stationär-Bereich noch wirtschaftlich bemerkbar macht, ist gegenwärtig eher nicht zu erwarten. «Im Moment sehen wir keinen Anstieg durch die Schliessung der Privatklinik Medicnova», meint Copeland angesichts der bisherigen Erfahrungen. Allerdings seien die Sommermonate «traditionell eher schwache Monate für geplante Eingriffe.» Sollte eine Zunahme zu verzeichnen sein, wäre das Landesspital auf alle Fälle gerüstet: «Wir sind von der Leistungsbreite und -tiefe sehr gut darauf vorbereitet, zukünftig vermehrt Patienten im LLS aufzunehmen», so Direktorin Sandra Copeland. (ob)

 

03. Sep 2018 / 08:20
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