• Archäologische Grabung in Schaan; mit Katrin RR Eggenberger - D
    Sarah Leib, Amt für Kultur, Leiterin Abteilung Archäologie, Regierungsrätin Katrin Eggenberger und Ulrike Hilby vom Amt für Kultur (v. l.).  (ROLAND KORNER)

Grabungen bei der St. Peter-Kreuzung in Schaan

Bei der St. Peter-Kreuzung in Schaan ist ein Archäologenteam momentan mit Grabungen beschäftigt. Kulturministerin Katrin Eggenberger besuchte am Dienstagnachmittag, 26. Mai die Abteilung Archäologie des Amts für Kultur in Triesen und machte sich ein Bild der Grabungstätigkeit in Schaan.

Die Archäologie ist für die ungeschmälerte Erhaltung, den dauerhaften Schutz und
die Erforschung des archäologischen Erbes in Liechtenstein verantwortlich. Wo
das archäologische Bodenarchiv gefährdet ist, wird dieses wissenschaftlich
untersucht, dokumentiert und wenn immer möglich auch publiziert. Seit Anfang
Jahr wird die Abteilung von der Archäologin Sarah Leib geleitet, welche ihre
neue Aufgabe in Liechtenstein vom langjährigen Leiter Hansjörg Frommelt
übernommen hat, da sich dieser Ende März dieses Jahres in den wohlverdienten
Ruhestand verabschieden durfte. Sarah Leib hat ihr Diplom- und Doktoratsstudium
an der Universität Wien und Innsbruck absolviert und geht die neuen
Herausforderungen mit viel Engagement an. «Unser Anliegen ist es die
Vergangenheit bestmöglich zu dokumentieren - damit diese eine Zukunft hat»,
sagte Sarah Leib.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger traf sich mit dem achtköpfigen Team der
Archäologie in Triesen sowie mit dem Notgrabungsteam und diskutierte unter
anderem die Herausforderungen, welche die rege Bautätigkeit in Liechtenstein mit
sich bringt und betonte dabei die Bedeutung der archäologischen Tätigkeit. «Es
ist wichtig, dass wir für unser kulturelles Erbe einstehen, es verstehen und
auch schützen», sagte Kulturministerin Katrin Eggenberger. 

Die archäologische Grabung auf der Baustelle bei der St. Peter-Kreuzung in
Schaan wurde unter anderem nötig, weil die Nähe zu den Ruinen des römischen
Kastells und der Römerstrasse nahelegt, dass sich wichtige archäologische
Fundstücke im Boden befinden. (ikr)

26. Mai 2020 / 19:13
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