• Landtag 2016 Mai Mittwoch in Vaduz
    Bald wieder bei der FBP? Johannes Kaiser.  (Daniel Schwendener)

FBP und Johannes Kaiser flirten wieder

Am 27. November stimmt der Landesvorstand der Bürgerpartei über die Wiederaufnahme von Johannes Kaiser ab.

Am 27. November trifft sich der Landesvorstand der Fortschrittlichen Bürgerpartei, kürzlich wurden die Einladungen verschickt. Ein Traktandum dürfte dabei besonderen Sprengstoff enthalten: Johannes Kaiser, ehemali-ger FBP-Mandatar und seit Frühling 2018 parteifreier Landtagsabgeordneter, soll zurück in seine politische Heimat kommen. Darüber wird der Landesvorstand befinden. Ein Schritt, der innerhalb der FBP allerdings sehr umstritten ist. Und wie die Anfragen des «Vaterlands» zeigen, gehen die Aussagen bereits vor dem Wiedereintritt auseinander – die nächste Reihe an Missverständnissen und Streitereien scheint vorprogrammiert.

 

Abstimmung

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Der Reihe nach. Zu Beginn des Jahres 2018 deckten sich der damalige FBP-Landtagsabgeordnete Johannes Kaiser und Spitzenvertreter der FBP mit Anschuldigen ein. Kaiser warf dem Regierungschef «abstruse Vorwürfe» vor. Adrian Haslers «Art und Weise» sei mit der Zeit unerträglich geworden. Generell sei damals das Vertrauen und der von Fairness geprägte Umgangsstil zutiefst verletzt worden. Der damalige Parteipräsident Thomas Banzer wies die Vorwürfe zurück und stellte klar, dass die Gesprächsverweigerung stets von Kaiser ausging. Es folgte ein zweimonatiges Pingpong-Spiel, bis im März Kaiser aus der Partei austrat. Fortan politisierte Kaiser im Landtag parteifrei.

Kaiser wird vor dem Landesvorstand erscheinen
Eineinhalb Jahre später steht Johannes Kaiser also kurz vor der Rückkehr in die Bürgerpartei. «Die FBP kam auf mich zu», erklärte er dazu am Vormittag auf Anfrage. «Es finden bereits seit Längerem Gespräche statt.» Ob er tatsächlich eintreten wird, liess er aber noch offen: «Ich prüfe derzeit die Option und überlege mir die Rückkehr genau.» Grundsätzlich stehe er einer Rückkehr offen gegenüber.  
Eine Nachfrage bei FBP-Parteipräsident Marcus Vogt lässt die Geschichte dann aber plötzlich ganz anders dastehen. «Der korrekte Vorgang ist, dass Johannes Kaiser das Gespräch mit uns gesucht hat.» Die Überlegungen würden schon länger im Raum stehen. Kaiser sei nun auf ihn zugekommen, nachdem offenbar verschiedene Exponenten aus dem Unterland ihm eine Rückkehr nahegelegt hatten. Das Präsidium habe deshalb das Vorgehen festgelegt. «Dieses sieht vor, dass Johannes Kaiser dem Landesvorstand am 27. November seine Beweggründe für eine Rückkehr darlegt», erklärt Vogt. Anschliessend werden die Mitglieder des Landesvorstandes über den Antrag schriftlich abstimmen. 

Und am Abend klingt plötzlich alles anders
Am späten Nachmittag, rund eine Stunde nachdem das «Vaterland» mit FBP-Parteipräsident Marcus Vogt in der Angelegenheit telefoniert hatte, vermeldete das FBP-nahe «Volksblatt» dann online eine andere Version der Geschichte. Darin wird Johannes Kaiser zitiert mit den Worten: «Ich war in den vergangenen Monaten und Wochen viel in Kontakt mit FBP-Exponenten. Dabei ist mein Entscheid zur Rückkehr weiter gereift und hat sich schlussendlich bestätigt: Für mich ist es an der Zeit einen Schlussstrich zu ziehen und gemeinsam nach vorne zu schauen.» Ausserdem verstehe er sich gut mit der FBP-Fraktion. Er sei «auf jeden Fall bereit für eine Rückkehr.» 
Dass ausgerechnet eineinhalb Jahren vor den nächsten Landtagswahlen die Rückkehr von Kaiser ansteht, will der Parteipräsident nicht als Wahlkampfmanöver gelten lassen. «Es gibt absolut keine strategischen oder taktischen Hintergedanken», erklärt Vogt. Nichtsdestotrotz dürfte es eine heisse Diskussion werden: Mehrere FBP-Exponenten haben aufgrund der Vorgeschichte erhebliche Bedenken bezüglich einer Rückkehr. Andere spielen mit dem Gedanken, die Rückkehr nur unter Bedingungen zuzulassen: Beispielsweise, dass Kaiser nicht mehr für den Landtag kandidieren dürfe. (ags)

 
18. Nov 2019 / 23:11
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