• Trotz DU-Schildmützen nicht mehr erwünscht: Werner Heeb, Meta Gstöhl, Mario Schädler und Agnes Dentsch.

DU im Chaos – «Neue» in den Startlöchern

Der Freitag hatte es in sich: Übergangslösung für den Landtag, Ankündigung einer Parteigründung und ein Polizeieinsatz an der DU-Versammlung sorgten für Aufsehen.

Die ehemaligen DU-Abgeordneten Erich Hasler, Herbert Elkuch und Thomas Rehak dürfen nun offiziell eine eigene Fraktion gründen. Dies hat das Landtagspräsidium in einer Übergangslösung geregelt. Die zwei DU-Abgeordneten Harry Quaderer und Jürgen Beck verlieren hingen den Fraktionsstatus. «Neue Fraktion», kurz «Neue», wird sich das Trio Hasler-Elkuch-Rehak nennen. Den Namen durften sie allerdings nicht selbst auswählen, sondern wurde vom Landtagspräsidium festgelegt. «Das hat uns doch überrascht», sagte Herbert Elkuch gegenüber Radio L, der Fraktionssprecher von der «Neuen Fraktion» wird. Der Name müsse neutral sein, damit kein Eindruck einer eigenständigen Partei entstehe, sagte der Landtagspräsident anlässlich einer Pressekonferenz, an welcher er die Übergangslösung vorstellte. In der Vereinbarung wird in neun Punkten geregelt, wie mit der aussergewöhnlichen Situation im Landtag umzugehen ist. Denn die gesetzliche Grundlage fehlt. Der damalige Gesetzgeber habe die Möglichkeit eines solchen Anlassfalles unter den damaligen parteipolitischen Gegebenheiten schlichtweg nicht bedacht. 

Liechtenstein bald mit fünf Parteien
Die Fraktionsmitglieder der «Neuen Fraktion» kündigten gestern die Gründung einer neuen Partei an. Allerdings habe diese Partei keinen Zusammenhang mit der «Neuen Fraktion», denn das darf laut der Vereinbarung nicht passieren. Wie Herbert Elkuch betonte, wolle man sich jetzt aber zuerst auf die kommende Landtagssitzung konzentrieren und erst anschliessend die Parteigründung aufgleisen. Deshalb ist auch noch offen, wie diese Partei dann heissen soll. «Vielleicht beginnt der Name dann mit ‹die Neue›», sagte Elkuch. 

Eskalation an DU-Mitgliederversammlung
Einige Mitglieder dürfte die neue Partei von Beginn an haben. Denn sieben DU-Mitglieder bekamen gestern per Brief mitgeteilt, dass sie an DU-Versammlungen nicht mehr erwünscht sind und nicht offiziell in den Verein aufgenommen werden. Darunter befinden sich auch drei ehemalige DU-Landtagskandidaten. Die Begründung von Harry Quaderer: Die Mitglieder würden mit den drei Abgeordneten, die aus dem Verein ausgeschieden sind, sympathisieren und die Werte und Ziele des Vereins nicht mehr teilen. Die betroffenen Mitglieder wollten dieses Vorgehen nicht akzeptieren und sprengten gestern Abend die DU-Mitgliederversammlung. Die Stimmung kochte hoch, gegenseitige Vorwürfe wurden laut. Schliesslich musste die Polizei einschreiten, bevor die Situation eskalierte. Die Polizei sprach eine Wegweisung gegen die nicht berechtigten Personen aus. Diese leisteten zwar Folge, doch gegessen ist die Sache für sie noch nicht. Rechtliche Schritte sollen eingeleitet werden. 

Hier weiterlesen: So eskalierte die DU-Versammlung gestern Abend

(manu)

01. Sep 2018 / 00:20
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Das Gegenteil stimmt
DU im Chaos? Das ist nicht ganz aktuell. Eine aktuelle Schlagzeile über den wichtigen Freitagabend wäre: DU beim Aufräumen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 01.09.2018 Antworten Melden

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
15. November 2018 / 22:07
16. November 2018 / 00:34
15. November 2018 / 10:51
15. November 2018 / 15:51
Meistkommentiert
09. November 2018 / 10:11
14. November 2018 / 05:00
08. November 2018 / 13:22
Aktuell
16. November 2018 / 09:01
16. November 2018 / 08:16
16. November 2018 / 07:51
16. November 2018 / 06:27
16. November 2018 / 05:00
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
timmermann
Zu gewinnen 2 x 2 Karten für ein Erzählspektakel Timmermahn - unglaubliche Geschichten
23.10.2018
Facebook
Top