• Günter Vogt (VU, rechts) fordert den amtierenden Vorsteher Hansjörg Büchel (FBP) heraus. Bild: zvg

Amtierender Vorsteher wird herausgefordert

In der südlichsten Gemeinde des Landes wird es am 24. März spannend: Günter Vogt (VU) fordert den amtierenden Vorsteher Hansjörg Büchel (FBP) heraus. Im Rededuell zeigt sich: Beide sind um keine Antwort verlegen.

Im Radio-L-Sonntagsgespräch, das morgen um 11 Uhr ausgestrahlt wird, kämpfen der amtierende Balzner Vorsteher Hansjörg Büchel und sein Herausforderer Günter Vogt um die Gunst der Wähler. Klar wird schnell: Beide brennen für ihre Heimatgemeinde. Doch die Ansichten, wie Balzers gestaltet und zukunftsfit gemacht werden kann, gehen teilweise doch stark auseinander.

Unterschiedliche Wege führen wieder zusammen
Tatsächlich haben Günter Vogt und Hansjörg Büchel zusammen die Schulbank gedrückt – doch danach haben die beiden völlig unterschiedliche Lebenswege beschritten. Während Vogt in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen ist und ein eigenes Geschäft aufgebaut hat, hat Büchel das Gymnasium besucht und sich anschliessend zum Reallehrer ausbilden lassen. Vor dem Radio-L-Mikrofon kreuzten sich ihre beruflichen Wege aber nun wieder. Beide sind politisch zwar keine unbeschriebenen Blätter, doch zu einem direkten Aufeinandertreffen bzw. einer politische Zusammenarbeit kam es bisher nicht. Günter Vogt sass bereits von 2011 bis 2015 im Gemeinderat. Und als Hansjörg Büchel 2015 in das Amt des Vorstehers gewählt wurde, entschied sich Günter Vogt für eine Landtagskandidatur. Mit Erfolg. Er wurde gewählt und ist heute Fraktionssprecher der VU.   Nun hat er sich aber dafür entschieden, sich voll und ganz für seine Heimatgemeinde einzusetzen. Sollte er gewählt werden, will er das Landtagsmandat zwar noch zu Ende führen, dann aber seine ganze Energie in das Vorsteheramt stecken.

Schulstandort gegen Burg Gutenberg?
Dass Balzers in den vergangenen vier Jahren nur verwaltet statt gestaltet worden sei, diese Meinung vertritt Günter Vogt. «Diesen Stillstand gilt es zu beenden. Für seine Vorsteherkandidatur habe er sich genau aus diesem Grund entschieden: «Ich hatte die Wahl, mich mit diesem Stillstand abzufinden – oder etwas zu bewegen.» Die Wahl fiel auf Letzteres. Hansjörg Büchel hingegen kann die Auffassung von Günter Vogt – wohl naturgemäss – so gar nicht teilen. Das Märchen vom Stillstand zeige sich nicht in den Zahlen. «Wir haben Millionen in Projekte investiert. Auch in solche, die sich nicht in Franken messen lassen, sondern mit denen die Weichen für die Zukunft gestellt worden sind.» Ausserdem, so monierte er, sei dieser Vorwurf nicht fair. «Ein Tritt gegen das Schienbein. Auch gegen die VU-Gemeinderatskollegen, die in den vergangen vier Jahren viel und gut gearbeitet haben.» Günter Vogt wich trotzdem nicht von seiner Meinung ab. Er betonte: «Gestalten setzt einen aktiven Führungs- und Politikstil voraus. Und das fehlt.» So habe die FBP in ihrem Wahlprogramm beispielsweise das Thema Bildung betont. In der Praxis fehle jedoch der Inhalt. «Es ist nichts passiert.» Hansjörg Büchel verwies darauf, dass die Gemeinde Balzers ihre Aufgaben in diesem Bereich durchaus erledigt habe und gab zu bedenken, dass der Inhalt auf Landesebene gestaltet werde. Doch was die Infrastruktur betreffe, habe man die Hausaufgaben gemacht. Günter Vogt gab allerdings zu bedenken, dass es keine vorausschauende Politik sei, die Schule «nur» WLAN-tüchtig zu machen. In der Schulbautenstrategie des Landes steht dieser Bildungsstandort auf «Orange». Der Grund dafür sei, dass sich das Gebäude nicht im Besitz des Landes, sondern im Besitz der Gemeinde befinde. «Dieser Schulstandort muss auf ‹grün› gesetzt werden. Und das geht meiner Meinung nach nur, wenn das Land das Gebäude übernimmt.»  Während er den Schulstandort im Gegenzug zur Burg Gutenberg mit dem Land tauschen würde, ist auch Hansjörg Büchel offen: Der Schulstandort sei zwar gesichert. «Aber bringen Sie die Idee im Landtag ein. Dann können wir über den Preis verhandeln.» (dv)
 

09. Feb 2019 / 07:00
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