• Erbprinz Alois Interview 151209
    Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein: «Die Regierung hat insgesamt in einer sehr schwierigen Zeit eine sehr gute Arbeit geleistet.»  (Daniel Ospelt)

«Ein sehr grosszügiger Wohlfahrtsstaat»

Im traditionellen «Vaterland»-Jahresendinterview gibt sich Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein davon überzeugt, dass Liechtenstein auch nach der Umsetzung der aktuellen Reformen der Sozialwerke ein sehr grosszügiger Wohlfahrtsstaat mit einer grossen Solidarität bleiben wird.
Vaduz. 

«In dieser Legislaturperiode wird es wichtig sein, dass wir vor allem die beiden Reformvorlagen zur Altersvorsorge noch umsetzen», erklärt Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein im traditionellen «Vaterland»-Interview zum Jahreswechsel. Sein Wunsch an die Bevölkerung und die Politik ist, «dass wir bei den Reformen der ersten und zweiten Säule der Altersvorsorge jeweils einen grossen Schritt in Richtung einer nachhaltigen finanziellen Absicherung machen». Davon würden vor allem auch die zukünftigen Generationen profitieren.

Alterspflege auf dem Prüfstand

Auch wäre es nach Ansicht des Thronfolgers gut, «wenn wir hinsichtlich des Themenkomplexes Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit der Kita-Finanzierung schon einen Schritt weiterkommen und gleichzeitig eine gute Plattform für eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für weitere Verbesserungsmassnahmen in der Zukunft schaffen könnten».

Für die nächste Legislaturperiode wünscht sich Erbprinz Alois besonders Fortschritte bei von ihm gewünschten Reformen im Bildungsbereich und bei der Alterspflege. «Bei der Alterspflege müssen wir uns überlegen, wie wir auch dort die besonders stark zunehmenden Kosten nachhaltig finanzieren und ausreichend Pflegepersonal sichern können», sagt das stellvertretende Staatsoberhaupt.

Dabei wird es auch für ihn interessant sein, was das Ergebnis der entsprechenden Untersuchungen der Stiftung Zukunft.li sein wird, welche sich in Zusammenarbeit mit Avenir Suisse speziell mit der Organisation und Finanzierung der Alterspflege in einem ihrer drei Startprojekte beschäftigt.

Solidarität weiterhin gegeben

Die Frage, ob der Bevölkerung durch die aktuelle Reformpolitik eine Welle der Entsolidarisierung drohe, verneint Erbprinz Alois: «Wir werden auch nach der Umsetzung dieser Reformen einen sehr grosszügigen Wohlfahrtsstaat mit einer grossen Solidarität haben, wo weiterhin sehr viel Umverteilung zwischen den hohen Einkommen und grossen Vermögen und den anderen vorhanden sein wird.» (güf)

28. Dez 2015 / 23:00
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