• Karl Gassner, Eschen
    Karl Gassner von der Tangente hofft auf einen konzertreichen Herbst.  (Tatjana Schnalzger)

Tangente wartet auf weitere Anweisungen

 Auch für Karl Gassner ist es schwierig, zu planen. Sechs von neun Konzerten musste er bislang absagen, konnte einige aber verschieben.

«In den vergangenen Wochen habe ich viel Zeit zu Hause verbracht», sagt Karl Gassner von der Tangente Jazz in Eschen. Er habe sich intensiv mit dem Tonmischpult GLD 80 befasst, mit dem Kontrabass die linke Hand trainiert und viele länger liegen gebliebene Projekte realisiert, worüber er sehr froh sei. Die Vorschrift, dass nur fünf Personen sich treffen können, wie sie noch vor einer Woche galt, sei für die Tangente einschneidend gewesen. Denn wenn eine Band schon aus vier Personen besteht, dann braucht es Tontechniker, Filmer und so weiter, was dann zu viele sind. «Wenn durch diese rigorose Art des Veranstaltungsverbotes wirklich das Ansteckungsrisiko verringert werden kann, habe ich Verständnis», sagt Karl Gassner. «Die Realität erfahren wir aber erst viel später.»  

Finanzielle Einbussen
Für die erste Jahreshälfte waren in der Tangente neun Konzerte geplant gewesen – lediglich drei davon konnten realisiert werden. Das Konzert vom 21. März, «Heinrich von Kalnein & Meretrio», musste ganz kurzfristig abgesagt werden. «Die Band hatte Verständnis», ist Karl Gassner froh. «Bald war klar, auch im April und Mai geht nichts, also  musste ich alles absagen oder verschieben.» Abgesagt wurde unter anderem das Duo Lang-Känzig, das Steve Kuhn Trio kommt nun am 19. März 2021  auf die Tangente-Bühne und das Lage Lund Trio konnte Karl Gassner für den internationalen Tag des Jazz, also am 30. April 2021, verpflichten. Auch wurde das «No’net» auf 2021 verschoben.  «Finanziell schlagen Werbekosten und der Druck des Flyers, der nicht versandt werden konnte, mit zirka 1000 Franken zu buche», sagt Karl Gassner. Für den Juni war nichts geplant und im Juli bis Ende August gibt es in der Tangente sowieso keine Konzerte, weil normalerweise überall die Festivals stattfinden. «Also wir hoffen, Ende August mit Trimolon starten zu können», blickt Karl Gassner optimistisch nach vorne.  

Verschiedene Projekte im Gange
Wie er sagt, seien derzeit verschiedene Projekte im Tun – einerseits mit Little Konzett vom Big Beat Studio und dem Kulturkanal vom Literaturhaus. «Wir sind allerdings noch in der Planungsphase.» Ausserdem wolle er die Zeit nutzen, um sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten. «Wir haben schon angedacht, was wir alles unternehmen werden, aber da ist noch viel im Tun und wir warten auf weitere Anweisungen seitens der Regierung.» (bfs)

Weitere Infos unter www.tangente.li

29. Mai 2020 / 09:54
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