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«Skeleton Dreams» ist Seles Leuchtturm

Als «stürmische Zeiten» beschreibt «The Beauty of Gemina»-Mastermind Michael Sele die vergangenen Monate.  Sein Anker: das neue Album.
Die vergangenen Wochen und Monate waren für Michael Sele eine Zeit mit Höhen und Tiefen – nun freut er sich auf sein neues Album «Skeleton Dreams». (Bild: zvg)

«The Beauty of Gemina»-Fans dürfen sich freuen: Am 28. August folgt die dritte Singleauskopplung «A Night Like This» – inklusive Videoclip. Und es geht weiter im Takt: Am 4. September folgt das neue Studioalbum «Skeleton Dreams». Ab dem 1. Oktober ist eine Clubtournee zum Album mit 15 Shows geplant, welche durch Deutschland und die Schweiz führt. «Für die Tournee wurden, was die Crews anbelangt, die gesamte Logistik, der Transport und die Hotels perfekt organisiert», sagt Mastermind Michael Sele. Auch alle Promo- und Marketingmassnahmen habe er darauf abgestimmt und seien im Gange. Das jährliche Heimkonzert ist dieses Jahr für den 17. Oktober geplant und findet im Alten Kino Mels statt.

Ein Wechselbad der Gefühle
In seinen neuen Songs hat Michael Sele viele seiner in den vergangenen zwei Jahren gemachten Erfahrungen verarbeitet, wie er sagt. «Da waren viele Highlights dabei, tolle Konzerte und erste Tourneen in Südamerika und Mexiko, aber auch grosse persönliche und einschneidende Erlebnisse.» Seine  erste Single «The World Is Going On» hat er im April veröffentlicht – ein Song über Solidarität, Menschlichkeit und Zuversicht. «Den Song hatte ich bereits im vergangenen Jahr geschrieben und plötzlich wurde er unverhofft zum perfekten Soundtrack dieser aussergewöhnlichen Coronazeit», so Sele. Aufgrund des Lockdowns hat er den Song nur mit seiner Stimme und Gitarre aufgenommen. «Das Lied und der Text haben vor allem auch in England und Amerika sehr viel Resonanz ausgelöst – das Video wurde in kurzer Zeit über 120 000-mal gespielt.» Trotz des Erfolgs beschreibt Michael Sele die vergangenen Wochen und Monate als «ziemliches Wechselbad der Gefühle.» Es habe viele Momente gegeben, die der Musiker als belastend empfunden hat. «Es gab aber auch Highlights: Meine beiden Kinder im Homeschooling zu erleben, war zum Beispiel sehr spannend», sagt er. «Auch für uns als Familie war es eine Zeit, in der wir vieles wieder gemeinsam erforscht und erlebt haben.»

Nach Schockstarre wieder aufgerappelt
An jenem Wochenende im März, als der Lockdown kam, wollte Michael Sele mit den finalen Studioaufnahmen beginnen. «Alle Termine mit den Musikern waren bereits vereinbart. Das wurde dann natürlich jäh unterbrochen und aufgrund der Abstandsregeln musste ich alles komplett neu planen und konzipieren.» Nach der ersten Schockstarre habe er sich dann aber rasch aufrappeln und trotz der schwierigen Bedingungen das Beste herausholen können. Das neu gewonnene Zeitfenster habe er optimal genutzt, wie er sagt. «Es ist mir gelungen, alle Deadlines einzuhalten. Zudem hat es auch einen kreativen Prozess ausgelöst. Ich habe versucht, die entstandene Atmosphäre einzufangen und in das Album zu packen.»

Im Februar konnte Michael Sele noch zwei spezielle Konzerte zusammen mit der Schauspielerin Katharina Thalbach in Chur und Zürich realisieren, dann ging quasi das Licht aus. Alle gebuchten Festivals wurden gecancelt oder auf 2021 verschoben. «Man muss wissen, dass Clubkonzerte wirtschaftlich am absoluten Limit kalkuliert sind und deshalb Auftritte an grossen Festivals für Künstler und Bands enorm wichtig sind», so Sele. «Die fehlenden Einnahmen treffen mich somit ziemlich hart.» 

Selten sei ein Jahr so gut geplant und vorbereitet gewesen wie 2020. «Neben tollen Festivalauftritten und dem neuen Studioalbum konnte ich schon Anfang des Jahres alle Daten der Clubkonzerte zum neuen Album präsentieren.» Was die Daten in Deutschland betreffe, sehe es aktuell aber leider ziemlich düster aus. «Die Agentur wird mir in den nächsten Tagen finalen Bescheid geben, wie es weitergehen wird. Was das dann finanziell heissen wird, mag ich mir gar noch nicht ausrechnen.» Michael Sele hofft, dass «The Beauty of Gemina» aber wenigstens alle Schweizer Daten spielen kann. 

«Ich habe schon Respekt vor dem Virus, aber es macht mir keine Angst», sagt Michael Sele. «Ich fühle mich gesund und versuche mir einzureden, dass die ganzen Strapazen, welche ich 2019 durchlebt habe und die schliesslich in einer Herzoperation mündeten, doch nicht den Sinn hatten, dass mir jetzt ausgerechnet ein Virus ein Schnippchen schlagen soll.» Insofern hofft er, «dass mein Schutzengel nochmals wachsam ist». Das neue Album «Skeleton Dreams» ist Michael Seles Anker, Hafen und Leuchtturm in diesen stürmischen Zeiten, «denn dieses kann mir kein Corona oder Pandemiegesetz mehr nehmen und eine Veröffentlichung verunmöglichen», sagt er. «Ab dem 4. September wird es da sein und ich bin sehr gespannt, wie es angenommen werden wird.» (bfs)

Neues Album: «Skeleton Dreams»: Ab Freitag, 4. September. Heimspiel: 17. Oktober, Altes Kino Mels

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