• Liechtenstein Regierung Regierungsraetin Katrin Eggenberger Preisverleihung Die schoensten Buecher
    Regierungsrätin Katrin Eggenberger (3.v.l.) zusammen mit den Preisträgern Philipp Vogt, Annett Höland, Guido Wolfinger, Silvia Ruppen und Thomas Zwiefelhofer.  (Eddy Risch)

Kein «schönstes Buch», aber zwei Auszeichnungen

Zwei Bücher wurden gestern bei der Prämierung der «Schönsten Bücher aus Liechtenstein» mit lobenden Anerkennungen ausgezeichnet.

«Eigentlich hätten wir im Ju­biläumsjahr viel mehr Einreichungen erwartet», sagte Tom Büchel im Vorfeld der Verleihung. «Vielleicht kommen die Bücher ja alle im nächsten Jahr.» Daher wurden dieses Jahr auch weniger Anerkennungspreise verliehen wie in den Jahren davor. Aus den insgesamt zwölf Einreichungen ­erreichte keines der Bücher genügend Punkte für eine Prämierung und die Teilnahme am internationalen Wettbewerb, der Anfang Februar in Leipzig durchgeführt wurde. Nichtsdestotrotz wurden die zwei Bücher «Warum der Käse wie der Mond ausschaut» von Cecile Weibel und «Nach dem bedrohten Vaterlande. Josef Zwiefelhofer – Meine Kriegserlebnisse 1914 – 1918» von Thomas Zwiefelhofer mit einer lobenden Anerkennung ausgezeichnet. Bei diesen zwei Publika­tionen überzeugte «der Mut für etwas Neues sowie die beispielhafte Buchgestaltung und -herstellung als Ganzes» die sechsköpfige Fachjury. 

«Spezielles Büchlein,  das Aufsehen erregt»
Zur Einstimmung las der 11-jährige Schüler Niklas Frick aus seiner futuristischen Liebes­geschichte «Dornröschen vom Triesenberg» und die ebenfalls 11-jährige Helena Brunhard aus ihrem Krimi «Die Kette». Beide Geschichten sind in der TAK-Serie «Liechtensteiner Geschichten» 2019 erschienen. Doch bei der Verleihung «Schönste Bücher Liechtensteins» soll es nicht um den Inhalt gehen, sondern um das Erscheinungsbild der Bücher. 
Als Erstes übergab Kulturministerin Katrin Eggenberger die Urkunde an die Macher des Buches «Warum der Käse wie der Mond ausschaut». Dieses überzeugte die Jury, weil es «ein sehr spezielles Büchlein ist, das von innen nach aussen führt und deshalb Aufsehen erregt». Weiter heisst es im Juryurteil: «Die Idee für diese Publikation und der Mut der Gestalterin zum Detail über- zeugen ge­nauso wie das gewählte Papier und der hervorragende Druck.» Wie Philipp Vogt von der verantwortlichen Druckerei und Buchbinderei BVD betonte, war es für sie sehr spannend, mit Ideen herausgefordert zu werden, die anders sind wie im üblichen Rahmen. Es sei schön, gemeinsam zu diskutieren und Lösungen zu finden. Gestalterin Annett Höland erklärte den speziellen Aufbau des Büchleins: «Es ist wie ein (Mond-)Zyklus aufgebaut, da es um die Herstellung des Käses geht wie auch um ein dazugehöriges Märchen.» Da es um zwei Geschichten gehe, habe es auch zwei verschiedene Schriften drin. Ausgangspunkt für die Schaaner Grafikerin sei bei all ihren Projekten der Inhalt, um den herum die Gestaltung aufgebaut werde. 

«So sind wir noch nie zu einem Buch gekommen»
Das zweite ausgezeichnete Buch war Thomas Zwiefelhofers «Nach dem bedrohten Vaterlande. Josef Zwiefelhofer – Meine Kriegserlebnisse 1914 – 1918», das im Verlag des His­torischen Vereins erschienen ist und von Silvia Ruppen gestaltet wurde. Auf die Beson­derheiten des Buches ging Grafikerin Silvia Ruppen auf Nachfrage Eggenbergers gleich selbst ein: «Es war ein riesiges Abenteuer, dieses Buch zu machen.» 
Ursprünglich als Textband mit wenig Bildern geplant, wurde das Buch nach und nach ­farbiger wie auch umfangreicher. «Thomas Zwiefelhofer wünschte sich trotz oder gerade wegen des traurigen Themas ein farbiges Buch», so Grafikerin Silvia Ruppen. Daher kam auch die Idee, die vier Tagebücher, auf denen das Buch basiert, farblich voneinander abzuheben. Dieses Farbkonzept wurde auch von der Fachjury gelobt: «Sehr bemerkenswert ist auch das Farbkonzept vom Umschlag bis zur letzten Seite.» Über 600 Seiten fasst das Zeitdokument, das – so die Jury – durch das gewählte Papier erstaunlich leicht erscheine. 
Auch der historische Verein Liechtensteins freute sich über die Auszeichnung: «So sind wir noch nie zu einem Buch gekommen. Zwei oder drei Stunden vor dem Druck wurden wir angefragt, ob wir den Verlag übernehmen könnten», erzählte Guido Wolfinger grinsend. «Zum Schluss sind wir aber sehr froh gewesen, dass das Buch in unserem Verlag erschienen ist.» (mk)

11. Feb 2020 / 23:12
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