• Lichterwald Nendeln
    Die Schirmherrin der Podium-Konzerte, I. K. H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, im Gespräch mit TAK-Intendant Thomas Spieckermann, dem künstlerischen Leiter der Podium-Konzerte, Graziano Mandozzi, und dem operativen Leiter Dr. Hossein Samieian anlässlich der Preisverleihung 2019.  (Paul Trummer)

Podium-Konzerte werden volljährig

Die Podium-Konzerte starten am Sonntag, 19. Januar, um 11 Uhr mit der Pianistin Susanna Hanke im TAK in Schaan in die 18. Saison.

Am Anfang war dieser Nachwuchswettbewerb für junge Talente aus der Region eine Rarität im internationalen Musikbetrieb: Statt Einzelepochen oder Instrumentengruppen steht hier die Musikerpersönlichkeit selbst im Zentrum. Dabei stellt die renommierte Konzertreihe unter der Schirmherrschaft von Erbprinzessin Sophie und unter der künstlerischen Leitung von Maestro Graziano Mandozzi hochtalentierte Nachwuchsmu­sikerinnen und -musiker aus der Region vor.

Als Preisgeld winken bezahlte Auftritte
Während das Publikum unbeschwert der Musik lauscht, geht es für die Teilnehmenden am Wettbewerb um deutlich mehr: Gab es in den Anfangsjahren des Podiums noch Geldpreise zu gewinnen und später auch Förderungen durch die Übernahme der Kosten von Meisterkursen, bietet das Podium seinen Preisträgerinnen und Preis­trägern nun Auftrittsmöglichkeiten. «Podium zu Gast» gibt Konzerte unter anderem in Altersheimen, Schulen und Spitälern. Je mehr ein Talent die Jury überzeugt, desto häufiger darf es bei der Konzertreihe im Herbst mitwirken – selbstverständlich jeweils verbunden mit einer angemessenen Gage. 

Erfolgreiche Podium-Mitwirkende
Eine solche Förderung ermöglicht dem musikalischen Nachwuchs eine professionelle Zukunft. Keiner der Mitwirkenden aus den verschiedenen Jährgängen des Podiums hat sein Instrument endgültig in die Ecke gestellt. Viele haben die Musik sogar zu ihrem Beruf gemacht, lehren nun selbst, wie die Harfenistin Stephanie Beck (2003), der Tenor Christoph Gaba­thuler (2011) oder die Klarinettistin Vanessa Klöpping (2015). Mittlerweile international gefragte Solisten und Solistinnen haben ebenfalls beim Podium mitgewirkt, so Maximilian Näscher (Schlagzeug, 2005), Kian Soltani (Violoncello, 2008) oder Elisso Gogibedaschwili (Violi­ne, 2010). Dem Pianisten David Helbock (2007) verlieh die Republik Österreich 2018 ihr Staatsstipendium für Komposition des Bundes – nur eine der zahlreichen Auszeichnungen, die Podium-Teilnehmende entgegennehmen durften. Die meis­ten der Gäste auf dem Wettbewerbs-Podium von einst können Musikfreunden auch als Mitglieder von Orchestern wieder begegnen, sei es beim Sin­fonieorchester Liechtenstein, dem Sinfonieorchester St. Gallen, dem Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg oder dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks. Man darf gespannt sein, wohin ihr Weg die Mitwirkenden am diesjährigen Podium noch führen wird.

Die Podium-Konzerte 2020 laden ein
In seinem 18. Jahr bittet das Podium erneut sechs Mal ins TAK nach Schaan. Den Auftakt gestaltet die Pianistin Susanna Hanke am 19. Januar. Am 16. Februar stellt sich die Fagottistin Lena Marxer vor, be­glei­tet von Gabriel Meloni am Klavier. Karoline Wocher (Violine) und Yuying Chen (Klavier) gestalten das Programm am 22. März, am 5. April gastiert mit dem Trio Mélange ein Kammermusikensemble. Die Flötistin Hannah Wirnsperger wird am 10. Mai von Hu Jung am Klavier begleitet – und am 14. Juni erklingt bereits das Abschlusskonzert, bei dem Erbprinzessin Sophie als Schirmherrin des Podium-Wettbewerbs die Preise verleihen wird. Alle diese Sonntagsmatineen beginnen um 11 Uhr, der Ein­tritt ist frei. (pd)

10. Jan 2020 / 17:43
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