• Evelyne Bermann, Schaan
    Evelyne Bermann präsentiert die von ihr gestalteten Feuerhaken, die sie mit den Schaaner Hauszeichen kombiniert.  (Tatjana Schnalzger)

Neues Gesicht für das Sammlungsdepot

Die Feuerwehr Schaan wie auch die Kulturgütersammlung bekommen Anfang nächsten Jahres ein neues Zuhause an der Industriestrasse. Das Gebäude ist fast fertig, derzeit läuft das dafür auserkorene Kunst-am-Bau-Projekt von Evelyne Bermann.
Schaan. 

Anfang Jahr lud die Gemeinde Schaan alle im Ort wohnhaften Künstler ein, Eingaben für die Gestaltung der neuen Gebäude zu machen. «Ursprünglich wollte ich eine Komposition aus historischen Geräten machen», erzählt Evelyne Bermann. Aus Sicherheitsgründen entschieden sich die Verantwortlichen der Feuerwehr aber für eine schlichte Verzierung der Glasscheiben, damit im Notfall keine Gegenstände in den Gängen den Weg versperren. Der grafische Vorschlag von Evelyne Bermann setzte sich schliesslich durch und wurde aus den vier eingereichten Projekten ausgewählt.

Schaaner Hauszeichen als Gestaltungsmittel
Bereits bei einem früheren Buchprojekt arbeitete die Künstlerin und Grafikerin Evelyne Bermann mit den traditionellen Schaaner Hauszeichen als Gestaltungsmittel. Diese griff sie nun auch für die Gestaltung der Glaswände wieder auf. Diese Hauszeichen, zu Mustern angeordnet, prägen sowohl die Eingangstüren der Kulturgütersammlung, die ab Januar im Untergeschoss untergebracht wird, wie auch die Feuerwehrräume. Letztere sind angereichert durch Flammen-, Wasser und Schlauchsymbole. Daneben wird auch der Nachtwächterruf von 1865 mit folgendem Wortlaut auf der Wand angebracht. «Hört Ihr Leut' und lasst Euch sagen, unsere Glock' hat (Stundenanzeige) geschlagen. Löscht das Feuer, löscht das Licht, dass kein Unglück Euch geschieht! Menschenwachen kann nichts nützen; Gott muss wachen, Gott muss schützen; Herr, durch Deine Güt' und Macht Gib uns eine gute Nacht!»

Historische Feuerhaken als Skulptur
Ein weiteres Element, das sich neben den Hauszeichen wie ein roter Faden durch das Design zieht, sind zwei historische Feuerhaken. «Vor Jahren habe ich diese handgeschmiedetenFeuerhaken auf der Deponie gefunden und mit nach Hause genommen», berichtet Evelyne Bermann. Sie selbst hätte die Funktion derschweren Eisengebilde nicht erkannt, ihr Partnerhabe sie jedoch schnell darauf aufmerksam gemacht, dass solche Haken früher von den Feuerwehrleuten zum Löschen des Feuers verwendet worden wären bzw. sie damit die brennenden Hölzer von weiterem brennbaren Material weggezogen hätten. Diese zu Skulpturen verarbeiteten Feuerhaken werden nun ab Januar beim Feuerwehrdepot aufgestellt.

Umzug Mitte Dezember
Nachdem die Innenräume fertig gestaltet sind, soll die Feuerwehr Schaan Mitte Dezember in das neue Sammlungsdepot zügeln. Nach deren Umzug wird im Januar die Kulturgütersammlung aus der in die Jahre gekommenen Halle Baum an ihren neuen Standort überführt. Die Eröffnung des neuen Gebäudes ist auf Anfang April 2019 geplant. (mk)

13. Nov 2018 / 10:57
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