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Big Band geht auf Weihnachtstour

Mit fast 40 immer noch voller Tatendrang

Mitte Dezember geht die Big Band Liechtenstein zum zweiten Mal auf Weihnachtstournee. Auch für das 40-Jahre-Jubiläum ist einiges geplant: Eine Tour durch Österreich, Liechtenstein und die Schweiz, bei der Jazzmusiker Kelly Park der Big Band ein Lied schenken wird.
Big Band Liechtenstein, Gamprin
Sängerin Olivia Chindamo reist für die Weihnachtstour extra aus New York an. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Zum zweiten Mal in ihrer fast 40-jährigen Bandgeschichte geht die Big Band Liechtenstein dieses Jahr auf Weihnachtstour. Vergangenes Jahr planten die Bandmitglieder drei Konzerte, eines in Innsbruck, eines im TAK in Schaan und ein drittes im Liechtensteinischen Gymnasium, das aufgrund der Coronamassnahmen jedoch abgesagt werden musste. Die Konzerte kamen beim Publikum so gut an, dass sich die Big Band für eine zweite Weihnachtstour entschieden hat. «Wir waren positiv überrascht über den grossen Andrang, denn es waren viele Gäste aus allen Altersgruppen im TAK, die wir noch nie bei unseren Konzerten begrüssen durften und die sehr begeistert waren», schwärmt Präsident Jürgen Kranz. 

US-Weihnachtsklassiker
Bei der Weihnachtstour werden ausschliesslich Weihnachtslieder gespielt. Auf dem Programm stehen dieses Jahr sowohl bekannte Weihnachtsklassiker wie «Let it snow», «Jingle Bells», «Santa Claus is coming to town» als auch unbekanntere Stücke wie «Oh Holy Night» oder «Frosty the Snowman». Letzteres hat ein Arrangeur für Michael Bublé geschrieben. Kranz freut sich über die neueren Arrangements, denn das Repertoire von Weihnachtsliedern sei begrenzt: «In den USA gibt es sicher 50 bis 60 Weihnachtslieder, doch bei uns kennt man nur ungefähr zehn davon.» Das Weihnachtsprogramm sei sehr gehörfällig und komme auch bei einem breiten Publikum gut an. Dafür wird neben der 20-köpfigen Big Band auch Sängerin Olivia Chindamo sorgen, die für die drei Konzerte extra aus New York anreist. «Wir hatten sie einmal vor fünf Jahren bei uns zu Gast und wir waren total von ihrem Gesang geflasht», erzählt Jürgen Kranz. «So wie sie singt, das haben wir noch nie zuvor gehört», schwärmt Kranz, der in seinem Leben bereits zahllose Konzerte besucht hat. Die Konzerte finden dieses Jahr am 8. Dezember in der Propstei St. Gerold, im Gymnasium wie auch am 10. Dezember im TAK statt. 

8 Monate auf Swiss-Flügen gespielt
Trotz Coronazeit konnte die Big Band im vergangenen Jahr einige Erfolge verbuchen. «Als vor fast drei Jahren wegen Corona alle Konzerte abgesagt wurden, war ich total gefrustet, da ich einen Riesenaufwand hatte und nichts durchführen konnte», so Kranz. Und genau in diesem Moment habe er von der Fluggesellschaft Swiss eine Werbung für günstige Flüge erhalten, in einer Zeit, in der auch der Flugverkehr eingeschränkt war. «Ich habe der Swiss eine Mail geschickt und gesagt, wenn wir schon nicht fliegen dürfen, ob sie wenigstens die Musik von uns im Flugzeug spielen könnten.» Nach einer sofortigen automatischen Antwort erhielt der Big-Band-Präsident ein halbes Jahr später ein E-Mail, dass sich die Swiss vorstellen könnte, ein paar Stücke von ihnen zu spielen. Denn für die Musik und Filme im Flugzeug ist eine Agentur zuständig, die alle drei Monate das Angebot austauscht. Kranz schickte der Agentur eine CD der Big Band, von der diese sich begeistert zeigte und gar einen eigenen Kanal daraus machte. Schliesslich war der Big-Band- Sound während acht statt der üblichen drei Monate auf allen Langstreckenflügen der Swiss abrufbar. «Das war schon cool, auf einem Flug nach Amerika unsere Musik zu hören.» 

Regelmässig im Radio zu hören
Die Big Band Liechtenstein ist mittlerweile auch regelmässig auf mehreren Radiosendern zu hören. Auf Radio Swiss Jazz werden Stücke der Big Band vier- bis fünfmal pro Woche gespielt. Auch ein Jazzradio in Dänemark, auf das Jürgen Kranz via Facebook stiess, spielt ab und zu Stü-cke der Liechtensteiner Big Band. Und beim Coastal Sound Radio in England sind die Liechtensteiner im wöchentlichen Big-Band-Special an den Mittwochabenden regelmässig vertreten. Als Jürgen Kranz den Macher dieser jeweils zweistündigen Sendung einmal anschrieb, ob er auch einmal Aufnahmen der Liechtensteiner Big Band spielen würde, habe dieser entgegnet, dass er dies bereits einmal getan habe. Er habe die Big Band übers Internet gefunden. Nachdem ihm Jürgen Kranz weitere CDs schickte, ist die hiesige Big Band ein- bis zweimal pro Monat im Coastal Sound Radio zu hören. «Es ist schon cool, wenn wir neben renommierten Bands aus Australien, Neuseeland, Deutschland oder der Schweiz gespielt werden», freut sich Kranz. 

3-Länder-Tour zum Vierzigsten
Bereits im kommenden Jahr feiert die Big Band Liechtenstein ihr 40-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum bekommen sie ein Stück vom US-amerikanischen Jazzmusiker Kelly Park geschenkt. «Kelly ist mitschuldig daran, dass es die Big Band Liechtenstein überhaupt gibt», erklärt Jürgen Kranz. Das Ensemble wurde nämlich gegründet, nachdem Kelly Park vier von Benno Marxers Schülern in den 1980er-Jahren zum «Blue Lake Fine Arts Camp» einlud und so Marxer zur Überzeugung brachte, mit seinen Schülern eine eigene Big Band zu gründen. 39 Jahre nach dem ersten Treffen haben sich Kelly Park und Benno Marxer wiedergetroffen und vereinbart, dass er zum 40-jährigen Jubiläum nach Schaan reist und ein von ihm komponiertes Stück mitbringen wird. Dieses wird der Schlagzeuger und Pianist dann im TAK gemeinsam mit der Big Band aufführen. Zum 40-jährigen Jubiläum ist 2023 auch eine Tournee durch drei Länder geplant. Zuerst wird die Big Band am 20. Oktober 2023 beim Instrumentenbauer Schagerl in Niederösterreich spielen, am Tag darauf im TAK und am Folgetag im Kursaal in Bern. Begleitet wird die Big Band dabei von Trompeter James Morrison, der bereits öfters in Liechtenstein gastierte. «Das Konzert in Niederösterreich wird wie ein Ausflug für die Band sein, wo sie auch verschiedene Instrumente testen darf», freut sich Kranz. 

Auftritte neu ohne Dirigent
Doch auch organisatorisch sind im Hinblick auf das Jubiläumsjahr einige Änderungen geplant. So wird Benno Marxer an den anstehenden Konzerten nicht mehr dirigieren, sondern als Posaunist mitspielen. «Wir brauchten einerseits einen neuen Posaunisten und Benno hatte Lust, wieder vermehrt zu spielen. Andererseits haben wir gemerkt, dass es beiKonzerten auch ohne Dirigent funktioniert», sagt Jürgen Kranz. Die Proben jedoch werden abwechselnd von vier Bandmitgliedern geleitet. «Bis jetzt funktioniert das tipptopp.» 

Weihnachtskonzerte
8. Dezember: Propstei St. Gerold, Vorarlberg
10. Dezember: TAK Schaan 

 
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