• Marisol Redondo hat die «Blind Auditions» überstanden. Nun wartet das «Battle» auf sie.  (zvg)

«Meine Erfahrung ist meine Stärke»

Marisol Redondo ist eine begnadete Sängerin, die hierzulande eine grosse Fangemeinschaft hat. Nun will sie bei «The Voice» überzeugen.

Seit sie denken kann, macht sie Musik. Von morgens bis abends war in ihrem Elternhaus in Uruguay das Piano zu hören, da alle vier Kinder Klavierunterricht nahmen. Marisol Redondo wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf und feierte mit dieser grosse Erfolge: Im Alter von nur 12 Jahren nahm sie erstmals mit ihren zwei Schwestern, dem Bruder und der Mutter an einer Casting-Show teil und gewann diese. Die Familie wurden im ganzen Land berühmt. Doch nur ein Jahr später verliessen die Redondos ihre Heimat und zogen nach Spanien. Weil die Eltern dort anfangs nicht als Ärzte arbeiten durften, haben die Kinder sie mit der Musik finanziell unterstützt. Jeden Abend sind die Geschwister zwei- bis dreimal in Pubs aufgetreten. Auch heute noch ist Marisol Redondo, die von sich selbst sagt, ohne Musik nicht leben zu können, eine gefeierte Sängerin. Seit vielen Jahren schon lebt sie in Richterswil und stand auch in Liechtenstein schon des Öfteren auf der Bühne. Marisol Redondo hat sich dem Tango und Candombe verschrieben, erzählt mit ihrer Musik Geschichten über das Leben in Uruguay und spielt nebst der Harfe noch viele weitere Instrumente. Die sympathische Sängerin konnte sich im Fürstentum eine grosse Fangemeinschaft aufbauen, die ihr nun auch bei ihrem neusten Projekt die Daumen drückt: Der Teilnahme bei «The Voice of Switzerland». Die «Blind Auditions» hat die Sängerin bereits überstanden. In wenigen Wochen ist sie auf dem TV-Sender «3+» in den «Battles» gegen einen weiteren Kandidaten aus dem Team von DJ Antoine zu sehen.   

Weshalb haben Sie sich für die Teilnahme bei «The Voice of Switzerland» entschieden?
Marisol Redondo: Das Konzept ist sehr attraktiv: Man singt ohne Tänzer, ohne spezielle Effekte und ohne die Unterstützung eines Chors. Die Kandidaten haben nur die eigene Stimme, um die Coaches zu überzeugen, und diese sehen die Kandidaten noch nicht einmal. Ausserdem wurde «The Voice» letztmals 2014 im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Seither habe ich darauf gewartet, dass das Format in die Schweiz zurückkehrt. Als ich erfahren habe, dass es dieses Jahr so weit ist, habe ich mich sogleich angemeldet und gehofft, einen Anruf von «The Voice» zu erhalten.

Das haben Sie, und Sie durften bei den «Blind Auditions» antreten. Was war das für ein Gefühl?
Als ich zu singen begonnen habe, fragte ich mich, ob den Coaches wohl auffallen wird, dass ich Harfe spiele. Ich bin die einzige in der Geschichte von «The Voice of Switzerland», die dieses Instrument spielt und dazu noch singt. Das Publikum hat sogleich zu klatschen begonnen. Das war verrückt. Mit der Zeit haben mir einige der Zuschauer sogar zugejubelt. Sie wollten, dass ich weiterkomme, was eine tolle Unterstützung für mich war. Trotzdem war ich in den letzten Passagen des Lieds «Suerte» von Shakira etwas nervös und mir schoss der Gedanke durch den Kopf, dass es eventuell nicht klappen wird. Die Musik ist immer auch eine Frage des Geschmacks. Es hätte gut sein können, dass sich keiner der Coaches umdreht, weil ihnen das Lied oder meine Stimme nicht gefällt und ich die Erwartungen nicht erfülle. Als ich die letzten Noten gesungen habe, hat sich DJ Antoine umgedreht. Er sah fröhlich aus, was mich sehr beruhigt hat.

Sind Sie mit ihm als Coach zufrieden?
DJ Antoine ist ganz anders, als  er aussieht. Er wirkt sehr cool und benimmt sich wie ein Playboy, der schnelle Autos und Schmuck mag. Auch wegen der Art und Weise, wie er gekleidet ist, hatte ich anfangs den Eindruck, dass er etwas oberflächlich ist. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall. Er ist eine sehr herzliche Person und hat sich gut um mich gekümmert. Wir kamen beispielsweise auf den Tango zu sprechen. Und so kam die Idee auf, dass DJ Antoine mit mir Tango tanzen könnte. Obwohl er es nicht kann, hat er mitgemacht. Das fand ich wunderbar. 

Dann hätten Sie sich keinen besseren Coach wünschen können?  
Wenn ich hätte auswählen können, wäre ich wahrscheinlich zu Noah Veraguth gegangen. Warum? Weil er auch Piano und Gitarre spielt. Von der Art, wie er singt, hätte das ebenfalls gut zu mir gepasst. Aber nun bin ich überglücklich, bei DJ Antoine sein zu können. Er kennt sich mit dem Entertainment sehr gut aus und hat eine enorme Bühnenpräsenz, was er uns auch beibringen kann. Denn nebst dem Gesang ist die Performance ebenfalls sehr wichtig. Deshalb denke ich, dass DJ Antoine mit mir die richtige Entscheidung getrof-fen hat.

Und wie geht es nun weiter?
Nach den «Blind Auditions» stehen die sogenannten «Battles» an. Dabei muss man gegen einen anderen Kandidaten des jeweiligen Teams singen. Der Coach entscheidet, wer in die Semifinals einzieht. In den nächsten Tagen bereite ich mich aber erst einmal auf die «Battles» vor. Da man das Lied zu zweit singt, ist es doch eine grössere Herausforderung, als alleine auf der Bühne zu stehen. Auch bin ich gespannt, ob ich mit einem Mann oder einer Frau singen werde und in welcher Sprache das Lied sein wird. 

Glauben Sie, «The Voice of Switzerland» gewinnen zu können?
Meiner Meinung nach stehen die Chancen gut. Obwohl ich auch sagen muss, dass es sehr viele gute Sänger dabei hat, die eine schöne Stimme und einen guten Geschmack haben. Aber ich nehme die Herausforderung gerne an. Meine Erfahrung ist meine Stärke: Seitdem ich klein war, stehe ich auf der Bühne und singe. Deshalb hat man mir die  Nervosität wahrscheinlich nicht so sehr angemerkt. Würde ich es nicht schaffen, wäre es kein Weltuntergang. Ein Zuschauer hat mir nach meinem Auftritt  ein E-Mail geschrieben und gesagt, dass ich ihn inspiriert hätte. Es gibt bestimmt viele Leute, die nicht wissen, dass man gleichzeitig Harfe spielen und singen kann. Andere mit meiner Musik inspirieren zu können, ist ein Erfolg. Damit hat sich die Teilnahme schon gelohnt. 

Interview: Julia Kaufmann

05. Mär 2020 / 18:12
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Lova Center
Zu gewinnen einen Lova Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken.
10.03.2020
Facebook
Top