• Artbook Forest Line, Vaduz
    Autorin Christiani Wetter und Designerin Martina Rastinger vor dem Titelbild der Ausstellung, das von Lukas Preisinger stammt.  (Tatjana Schnalzger)

Ein märchenhaftes Kunstbuch

Christiani Wetter und Martina Rastinger waren mit ihrem ersten Artbook «Forest Line» für den österreichischen Design Award «Franzl» nominiert. Am Freitag präsentieren sie das Buch mit einer Installation im «Gustav» in der Herrengasse in Vaduz.

Basierend auf ihrer erster Accessoires-Kollektion «Forest Line» verwirklichte die Designerin Martina Rastinger ein Artbook, an dem mehrere Kunstschaffende mitwirkten. Eine davon ist die Liechtensteiner Schauspielerin und Autorin Christiani Wetter, deren Texte sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen.

Der Wald als Ausgangspunkt für Geschichten
Als Grundlage für das Kunstbuch dienten die von Rastinger designten Taschen und Gürtel, die teils als Produktfotos abgebildet sind, teils von einem Model getragen in einer Waldumgebung inszeniert sind. Dazwischen sind Wetters Geschichten grafisch arrangiert, die sich alle im Wald abspielen. Manche sind Märchen, manche handeln von Begebenheiten im Wald. «Jeder verbindet Emotionen mit dem Wald», erzählt Rastinger, weshalb sie den Wald auch als Basis ihres Buches verwendete. Und weshalb der Wald der Ausgangspunkt von Christiani Wetters Texten ist. Teils wurden aus den seitenlangen Geschichten nur Schlagworte herausgenommen und fast schon als Slogans arrangiert, teils wurden die ganzen Geschichten abgedruckt. «Bei so einem Projekt muss man seine Eitelkeit zurücklassen und Entscheidungen z. B. des Grafikers akzeptieren», erzählt Wetter. Ein wichtiges Element des Artbooks war für Ras- tinger, verschiedene Kunstformen zusammenzubringen. So wurden die Produkte im Buch als Erstes von Rastinger designt und Christiani Wetter verfasste Texte zum Wald-Thema. Inspiriert von diesen Ausgangspositionen wurde das Model von den Mad Lions Artists im Stil des Buches gestylt und sogar die Nägel von Nail Ar- tists im Wald-Stil hergerichtet. Anschliessend wurden das Model und die Produkte in einem aufwendigen Fotoshooting von Modefotograf Lukas Preisinger in- szeniert. Und zum Schluss fügte die Grafikerin Mona Schwaiger die Materialien zu einem Buch zusammen. «Es ist schon aussergewöhnlich, dass so viele Künstler an einem Buch zusammenarbeiten», folgert Wetter. Bemerkenswert ist auch, dass viele der Beteiligten aus anderen Ländern kommen. «Es war unser Ziel, Kreative über Grenzen hinweg zusammenzubringen und ein kooperatives Netz zu schaffen», erklärt Martina Rastinger.

Nachhaltige Produkte und Netzwerke
Geld sei bei diesem Projekt nie im Vordergrund gestanden, sondern jener, den Wert der Nachhaltigkeit zu zeigen. So spielen Naturmaterialien beim Artbook eine wichtige Rolle. Zum Beispiel wurden die Taschen alle aus Eco-Leder und in Österreich handgefertigt. «Ein Kunstbuch ist etwas, das bleibt - im Gegensatz zu einem Katalog, der als Wegwerfprodukt konzipiert ist», erklärt Rastinger. Auch das geschaffene Netzwerk soll nachhaltig sein: «Es war unser Ziel, ein Kollektiv zu schaffen, das auch weiterhin zusammenarbeitet», so Rastinger.

Als Weiterentwicklung des Projekts wurden nun mehrere Bestandteile aus dem Artbook herausgenommen und werden am Freitag ab 18 Uhr im «Gustav» in einer Installation präsentiert. Es werden Fotografien ausgestellt, Texte vorgelesen und als Highlight zwei weitere Kunstformen hinzugefügt: Performance und Klang. So lässt die Liechtensteiner Multimediakünstlerin Martina Morger um 19.30 Uhr eine Soundcollage passend zum Thema in die Lesung von Christiani Wetters Texten einfliessen. (mk)

17. Aug 2018 / 16:16
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