• K-BUM Malbun
    Eine bunte Truppe: Matthias Voigt (l.) und Kurt Hasler als Händler, Giulia Haas (2. v. l.) in der Rolle einer Bettlerin und Anita Foser als Schneiderin.  (Daniel Schwendener)

Die zauberhafte Welt des Aladin

Während andere Fasnacht feiern, laufen derzeit im K-Bum in Malbun die Proben für die Inszenierung von «Aladin» auf Hochtouren.

«Bei dieser Produktion haben wir das grösste Ensemble, das wir je im K-Bum in Malbun hatten», erzählt Regisseur Andy Konrad bei einem Probenbesuch. Insgesamt acht professionelle und Laienschauspieler stehen bei «Aladin und die Wunderlampe» auf der Bühne. «Für die kleine Bühne ist das eine gewisse Organisationsfrage», so Konrad. Besonders gefalle ihm das Zusammenspiel von jüngeren und älteren Akteuren: Mit Kurt Hasler, Dodo Büchel, Thomas Hassler und Matthias Voigt sind vier Pensionisten dabei, die bereits etwas erfahreneren Schauspieler Anita Foser und Peter Paul Beck sowie die beiden Jungschau­spie­ler Giulia Haas und Zeno Langenbahn. Während sieben der acht Darsteller schon ein- oder mehrmals bei Andy Konrad auf der Bühne standen, ist Dodo Büchel zum ersten Mal in Malbun im Einsatz. «Auch wird wieder viel gesungen, da wir mit Giulia Haas eine professionelle Musicaldarstellerin dabei haben», so Konrad. Mit 30 verschiedenen Lichteinstellungen und 26 Toneinspielungen ist das Stück auch technisch eine Herausforderung. 
Die Geschichte Aladins ist vermutlich bekannt: Der arme Schneiderjunge Aladdin verliebt sich in die Tochter des Sultans und auch diese scheint Aladin nicht abgeneigt zu sein. Doch wie schafft es der junge Mann vom Markt, mit einer Prinzessin in Kontakt zu treten? Als ihn ein als Grosswesir verkleideter Geist dazu anstiftet, aus einer Höhle einen Schatz zu stehlen, wird dieser dort eingeschlossen und findet eine Zauberlampe. Mithilfe des Flaschengeistes Dschinni kommt er nicht nur aus der Höhle frei, sondern verwandelt sich dank ihm auch in einen Prinzen. Damit kann er nicht nur die Prinzessin für sich gewinnen, sondern auch ihren Vater, den Sultan. 
Das Stück beginnt mit dem imposanten Einmarsch des Grosswesirs auf den turbulenten Marktplatz. Dort bieten Händler ihre Waren feil, ein Dieb beschenkt eine Bettlerin und eine Schneiderin sucht ihren herumstrolchenden Sohn. «Du willst dich doch nur vor der Arbeit drücken», tadelt die Mutter ihren Sohn. Kaum hat sie ihn fünf Minuten allein gelassen, lässt dieser sich von einem Schwindler in der Figur eines Grosswesiers um den Finger wickeln. In mehreren Bühnenbildern vor und hinter der Bühne und in schillernden Kostümen führen die acht Schauspieler das Publikum gekonnt in die zauberhafte Welt des Aladin. 

Gekonnte Inszenierung witziger Figuren
Die Rolle des aufbrausenden und berechnenden Grosswesirs ist Peter Paul Beck, der erst kürzlich mit seinem ersten Soloprogramm «der letzte Raucher» im K-Bum überzeugte, wie auf den Leib geschrieben. Mit einer starken Bühnenpräsenz und Redegewandtheit zieht er nicht nur Kinder in seinen Bann. Daneben führt Zeno Langenbahn als gutmütiger, aber auch etwas träumerischer Aladin wie ein Reiseführer durch die Geschichte. An seiner Seite steht Giulia Haas als bezaubernde, aber auch unglückliche Prinzessin, die ihr Gesangstalent in Konrads Version mit mehreren Liedern unter Beweis stellt. Für einige Lacher sorgt Thomas Hassler in der Rolle des gutmütigen und redefreudigen Sultans. Kurt Hasler mimt mit polternden und gleichzeitig prägnanten Auftritten den einfühlsamen und pflichtgetreuen Diener und Matthias Voigt imitiert souverän den folgsamen Flaschengeist Dschinni. Dodo Büchel gibt dem Stück als packende Erzählerin Sheherazade den passenden Rahmen, tritt aber auch als gebrechliche wie rabiate Marktkundin in Erscheinung. Anita Foser, die sonst für ihre aufbrausenden und witzigen Rollen bekannt ist, kann in ihrer Rolle der gutmütigen Schneiderin ihre sanfte Seite zeigen.
Neben den starken schauspielerischen Leistungen war­tet Andy Konrads neueste Produktion wiederum mit einigen Überraschungen auf, sodass neben dem gewissen Lokalkolorit auch einige Spezial­effekte zu sehen sind. (mk)

26. Februar (Premiere), 27.–29.2., 14. und 15. März, jeweils 16.30 Uhr, K-Bum Malbun

22. Feb 2020 / 07:00
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Lova Center
Zu gewinnen einen Lova Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken.
10.03.2020
Facebook
Top