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SOS-Kinderdorf Liechtenstein sammelt Spenden

In der Nacht zum Mittwoch haben starke Brände das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos völlig zerstört. 12’000 Menschen sind nun obdachlos, darunter auch mindestens 400 unbegleitete Kinder.
Moria
12 000 Menschen aus dem Flüchtlingslager Moria sind über Nacht obdachlos geworden.

«Die Feuer sind mittlerweile gelöscht, aber die Situation ist völlig ausser Kontrolle. Die Menschen harren teilweise seit Jahren in dem Lager aus und sind in einem schrecklichen Zustand: Erschöpft, müde und verzweifelt. Die Grenze des Ertragbaren ist schon lange erreicht. Seit Jahren rechnen wir damit, dass die Situation eskaliert. Das ist eine Katastrophe mit Ansage», sagt Popi Gkliva, SOS-Nothilfekoordinatorin in Griechenland.

Kinder komplett vernachlässigt
Besonders dramatisch ist die Situation der Kinder. Popi Gkliva sagt: «Sie sind in einem schlimmen Zustand, das Ausmass an Vernachlässigung ist unbeschreiblich.» Vielfach sind ihre Eltern aufgrund ihrer Perspektivlosigkeit, Armut und schlimmen Erlebnissen depressiv und hoffnungslos und können ihre Kinder kaum unterstützen. Auch die griechischen Bewohner der Insel sind mit der Situation überfordert, bereits im Winter war es zu Spannungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten gekommen. «Stress und Anspannung sind auf beiden Seiten gross und nach unseren Informationen kommt es bereits zu Konflikten», erklärt Popi Gkliva. Eine weitere Eskalation ist nicht auszuschliessen.

Camp Kara Tepe ausgelastet
Die SOS-Nothilfekoordinatorin in Griechenland rechnet damit, dass nun ein Grossteil der Menschen im zweiten Flüchtlingslager auf Lesbos, dem Camp Kara Tepe, unterkommen könnte, wo SOS-Kinderdorf Kinder und Familien seit Jahren kontinuierlich unterstützen. Doch auch dort ist man längst am Rande des Machbaren. Kommen noch mehr Menschen ins überfüllte Camp, kann die Situation auch hier eskalieren.

Hilfe vor allem für unbegleitete Kinder
George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, sagt: «Wir müssen jetzt mehr denn je an der Seite der Kinder stehen und dafür Sorge tragen, dass sie diese furchtbare Situation überleben!» SOS-Kinderdorf hat bereits mit Nothilfemassnahmen begonnen, Matratzen und Decken verteilt und steht im Austausch mit den griechischen Behörden, um die Menschen bestmöglich unterstützen zu können. (pd)

Spendenbetreff: Griechenland

Bankverbindung & Spendenkonto:
Kontoinhaber: SOS-Kinderdorf (Liechtenstein) e.V.
BIC/Swift: VPBVLI2XXX

CHF
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