­
­
­
­

Sommer 2018: Biber sorgte für Wasservorräte

Das Biberkonzept hat sich laut den Behörden bewährt. Im Jahr 2018 mussten keine Tiere geschossen werden. Trotzdem bleiben die Herausforderungen gross.
Biber
2018 mussten in Liechtenstein keine Biber geschossen werden.

Seit einem Jahr ist das Biberkonzept in Kraft. Die Zuständigkeiten und Massnahmen sind dadurch klar geregelt. Ein Grund, weshalb Ruhe in das Thema «Umgang mit dem Biber» gekommen ist. «Die im Konzept erwähnten Lösungsansätze haben sich bewährt», sagt Cathérine Frick vom Amt für Umwelt (AU). 

Erste Massnahmen haben gegriffen, so dass im Jahr 2018 keine Biber geschossen werden mussten. Ausserdem hatte sich der Biber im trockenen Sommer mit tiefen Pegelständen als hilfreich erwiesen: Die Biberdämme hatten an gewissen Orten für Wasservorräte gesorgt und damit laut AU einen sehr positiven Beitrag zur lokalen Wasserverfügbarkeit geleistet.

Technische Lösung um Fischsterben zu verhindern
Trotzdem wird der Nager auch künftig eine Herausforderung für Gemeinden, Behörden und Landwirte bleiben. «Es sind nicht nur das Amt für Umwelt mit dem Landesforstbetrieb, sondern auch das Amt für Bevölkerungsschutz und die Biberverantwortlichen der Gemeinden gemeinsam mit den Werkbetrieben regelmässig gefordert, problematische Standorte zu kontrollieren und Massnahmen zu treffen, um Konflikte zu lösen», zeigt Frick den Aufwand rund um den Biber auf.

Konfliktpotenzial gibt es an mehreren Orten: Dämme in Hochwasserschutzgewässern, Wasserstauungen in landwirtschaftlichen Kulturen, Untergrabungen von Strassen oder Anknabbern von Bäumen, die schliesslich aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen. Auch das Trockenlegen von Gewässern mit tiefem Pegelstand ist ein Problem: Diesen Sommer sorgte ein Biberdamm für grosses Fischsterben im Balzner Giessen. Derzeit wird an einer technischer Lösung gearbeitet, die den Wasserpegel, beziehungsweise den Durchfluss überwachen soll.

Laut AU ist das Bibermanagement ein langfristiger Prozess, bei dem die involvierten Personen durch ihren wachsenden Erfahrungsschatz Konflikte besser bewältigen und passende Lösungen finden können.  Ebenso sei das Auftreten von «Problemfällen» nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern auch je nach Jahreszeit unterschiedlich. (manu)

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Zustimmen

Kommentare
0 Kommentare
Kommentare hinzufügen
Noch Zeichen

Um Kommentare zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein!

Wenn Sie noch keinen Account haben, füllen Sie bitte die notwendigen Daten für eine Registrierung aus. Sie werden automatisch eingeloggt und können anschliessend Ihren Beitrag verfassen.

Anmelden oder registrieren

oder

Ähnliche Artikel

Ein Wanderer in der Nähe des Hochfinslers hoch über Mels im St. Galler Oberland. Damit Wandern trotz erhöhten Naturgefahren durch den Klimawandel sicher bleibt, haben Forscher Studien zum Thema durchgeackert und die Ergebnisse zusammengetragen. (Symbolbild)
Der Klimawandel bringt mehr extreme Wetterereignisse, mehr Steinschlag und mehr Murgänge.
27.08.2020
Scientist examining toxic water samples
Mikroverunreinigungen
Zahlreiche Fliessgewässer im Kanton St. Gallen sind in einem schlechten Zustand.
27.09.2020
Fawn rescue , Bavaria, Germany
Die Feldabsuche mit kameraunterstützten Drohnen nach Rehkitzen gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Vielerorts werden Projekte ausgeweitet.
06.09.2020
­
­