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Keine Maskenpflicht, aber Distanzregeln

Mit dem Start ins neue Schuljahr sind Schwimmunterricht und Schullager wieder erlaubt. Schutzmassnahmen bestehen aber weiterhin.
Primarschule Triesen
Hygiene- und Distanzregeln gelten an Liechtensteins Schulen nach wie vor. (Bild: Daniel Schwendener)

Bald ist Schulstart. Und für 331 Kindergartenkinder und 379 Erstklässer beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Aber nicht nur für sie wird der 17. August besonders sein. Alle Schüler Liechtensteins starten in ein aussergewöhnliches Schuljahr, das ganz im Zeichen von Corona und somit von Hygiene- und Distanzregeln steht. Wer sein Kind an die Schule begleiten will, darf dies tun und auch das Schulgelände betreten. Allerdings unter Einhaltung der Distanzregel von 1,5 Metern. Das Schulamt empfiehlt, sich beim zuständigen Sekretariat anzumelden, falls Eltern das Schulhaus betreten möchten, damit zu grosse Menschenansammlungen im Gebäude vermieden werden können. Eine Maskenpflicht an den Schulen wird vorerst nicht verordnet, dies kann sich jedoch je nach Verlauf der Pandemie ändern. Neu dürfen unter Berücksichtigung der Schutzkonzepte wieder Elternabende, Schulveranstaltungen, Lager oder Schwimmunterricht stattfinden. 

Massnahmen können angepasst werden
Erste Erfahrungen mit dem Präsenzunterricht in Zeiten von Corona wurden bereits vor den Sommerferien gesammelt. Die Schulen setzten Massnahmen mit standortspezifischen Schutzkonzepten. Wie das Schulamt in einer Medienaussendung mitteilt, verlief die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen erfolgreich. Diese Erfahrungen sollen nun in den Schulstart einfliessen. Die Taskforce Schule hat sich bereits vor den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr befasst und verschiedene Szenarien entworfen. Zentral bleiben weiterhin die schulspezifischen Schutzkonzepte. Das bedeutet konkret, dass die nach Verordnung erlassenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus umgesetzt werden müssen. Bei Aktivitäten mit erhöhten Übertragungsrisiken wie Schwimmunterricht oder Schullager müssen die Schulen besonders darauf achten, dass alle Hygiene- und Distanzregeln eingehalten werden. So sollen das Ansteckungsrisiko minimiert und Neuerkrankungen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden – auch wenn viele Menschen an den Schulen zusammentreffen. «Die epidemiologische Lage muss auch in Liechtenstein weiterhin gut beobachtet und die Massnahmen angepasst werden», schreibt das Schulamt. Eine weitere Massnahme, welche die Regierung bereits vor den Sommerferien angekündigt hat, sind Coronatests an den Schulen.

Masken werden teilweise empfohlen
In der Schweiz ist diese Woche eine Debatte über die Maskenpflicht in den Schulen entbrannt. Eine flächendeckende Regelung gibt es nicht, jeder Kanton handhabt es anders. So schreiben bisher die Kantone Luzern, Aargau, Baselland und Schaffhausen den Schülern der Mittel- und Berufsfachschulen im Unterricht das Maskentragen vor, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Liechtenstein sieht zum jetzigen Zeitpunkt von so einer generellen Maskenpflicht an den Oberstufen ab. «Die Entwicklung der Situation wird fortlaufend geprüft und die Massnahmen werden entsprechend angepasst», schreibt das Schulamt. Das Amt empfiehlt jedoch Masken, sobald die Distanzregel von 1,5 Metern Abstand nicht eingehalten werden kann: «Dann können Masken eine Schutzmassnahme sein.» Unverändert bleibt jedoch die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und im Schulbus. Schulkinder sind von der Abstandsregel ausgenommen. Es sei jedoch sinnvoll, dass auch sie den Abstand von 1,5 Meter einhalten, wo es gut möglich ist. Eine offizielle Weisung für die Sitzordnung gibt es nicht. 
«Zwischen Schulkindern und Erwachsenen sowie unter Erwachsenen ist der Abstand jedenfalls einzuhalten», so das Schulamt.  (manu)

 

Reisen in Risikoländer vermeiden
Reisende, die aus einem Risikoland nach Liechtenstein einreisen, haben Meldepflicht und müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für die Schülerinnen und Schüler. Fehlen sie aufgrund der Quarantäne im Unterricht, ist es in der Verantwortung der Eltern, dass der Schulstoff nachgeholt wird. Denn die Schulpflicht ist trotz der Pandemie nicht aufgehoben. Das Schulamt hält aber auch fest, dass im Normalfall die Lehrer ihre Hilfe, den Schulstoff nachzuholen, nicht verwehren werden. Trotzdem wird von einer Reise in ein Risikoland abgeraten. Liechtenstein übernimmt dabei die Liste des Schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit (BAG), auf welcher Staaten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt sind. (manu)

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