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Grossveranstaltungen ab Oktober wieder erlaubt

Mit strikten Auflagen will die Regierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen wieder ermöglichen.
Rock concert.
Wie erwartet hat die Regierung am Donnerstag entschieden, dass Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 teilnehmenden Personen wieder möglich sind. (Bild: gilaxia)

Wie erwartet hat die Regierung am Donnerstag entschieden, dass Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 teilnehmenden Personen wieder möglich sind. «Dabei wurden die entsprechenden Bestimmungen aus der Schweiz im Wesentlichen übernommen», schreibt die Regierung. 
Voraussetzung für die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ist eine Bewilligung durch das Amt für Gesundheit. Der Veranstalter muss dem Amt für Gesundheit eine Risikoanalyse und ein entsprechendes Schutzkonzept vorzulegen. Schutzkonzepte für Grossveranstaltungen müssen strengen Kriterien genügen. Diese Kriterien sind gemäss Regierung in die liechtensteinische Covid-19-Verordnung aufgenommen wurden. Bis gestern Abend wurde diese aber noch nicht publiziert. Doch die Regierung behält sich vor, eine bereits erteilte Bewilligung zu wiederrufen, «enn sich die epidemiologische Lage massgeblich verschlechtert». Für die Spiele des FC Vaduz wurden gemäss Mitteilung der Regierung zusätzliche Vorgaben festgelegt.

Paris und Wien sind neu auf der Quarantäneliste
Gemäss der liechtensteinischen Covid-19-Verordnung gelten die vom vom Schweizer Bundesrat am 11. September 2020 angepassten Quarantäneregeln auch automatisch für Liechtenstein. So werden von den Nachbarländern der Schweiz künftig jeweils nur Regionen, nicht aber das ganze Lande auf die Risikoliste gesetzt.  So gilt ab dem 14. September für neun Regionen Frankreichs, darunter Paris oder die Côte d'Azur, nach der Rückreise eine zehntägige Quarantänepflicht. Ebenfalls zum Risikogebiet wurde das Bundesland Wien erklärt. Angepasst hat der Bundesrat ferner die Berechnungsgrundlagen für die Quarantäne. So können die Kantone den Aufenthalt in einem Staat ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko vor einer Einreise in die Schweiz anrechnen und die Dauer der Quarantäne in der Schweiz entsprechend kürzen. Dies wird von einigen Kantonen bereits kritisiert, da dies zu einem Mehraufwand führe und die Akzeptanz der Quarantänebestimmungen schwäche. Ob Liechtenstein diese neue Berechnung ebenfalls übernimmt, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. In der Realität dürfte es aber sehr schwierig zu beweisen sein, dass eine Person direkt aus einer Grenzregion in die Schweiz oder Liechtenstein einreist und nicht doch aus einem offiziellen Risikogebiet desselben Landes.

Weiterhin keine Quarantäne für Grenzgänger
Grenzgänger sind weiterhin von der Quarantänepflicht ausgenommen. Ebenfalls nicht in Quarantäne müssen neu Kulturschaffende nach einem kulturellen Anlass, Sportlerinnen und Sportler nach einem Wettkampf sowie Teilnehmende von Fachkongressen, sofern die Veranstaltung mit einem Schutzkonzept durchgeführt wurde. Auch befreit sind  Personen, die aus beruflichen oder medizinischen Gründen notwendig und unaufschiebbar in ein Risikogebiet reisen müssen. Voraussetzung ist, dass der Aufenthalt im Ausland nicht mehr als fünf Tage dauert und ein Schutzkonzept erstellt und umgesetzt wird. (sap)

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