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Grossanlässe: Regierung entscheidet am Dienstag

Regierungsrat Pedrazzini geht davon aus, dass das Verbot auch bei uns fällt.
Wie Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini auf Anfrage erklärte, wird die Regierung sich in der Regierungssitzung am kommenden Dienstag mit den künftigen Regeln im Bereich der Grossveranstaltungen befassen.

In der Schweiz sind ab Oktober Grossanlässe mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt. Diese Lockerung der Coronamassnahmen hat der Bundesrat gestern beschlossen. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind in der Schweiz seit dem 28. Februar 2020 verboten. Ursprünglich galt dieser Entscheid bis zum 31. August. Nun wurde das Verbot um einen Monat bis Ende September verlängert.

 Auch in Liechtenstein hat die Regierung am 28. Februar Veranstaltungen über 1000 Personen verboten. Es war die erste Coronamassnahme, die beschlossen wurde. Wie Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini auf Anfrage erklärte, wird die Regierung sich in der Regierungssitzung am kommenden Dienstag mit den künftigen Regeln im Bereich der Grossveranstaltungen befassen. Auch in Liechtenstein ist in der derzeit gültigen Verordnung die Grenze von 1000 Personen bei Veranstaltungen bis zum 31. August festgelegt. «Ich gehe davon aus, dass wir wie die Schweiz diese Beschränkung vorerst bis Ende September verlängern», so Mauro Pedrazzini.

Es braucht Bewilligungen und es gibt «strenge Regeln»
Ohne Weiteres können Grossanlässe in der Schweiz ab Oktober aber nicht stattfinden. Neben «strengen» Schutzmassnahmen müssen die Veranstalter vorgängig eine Bewilligung des jeweiligen Kantons einholen. Dazu will der Bund mit den Kantonen in den nächsten zwei Wochen einheitliche Kriterien erarbeiten. $

Betroffen sind Anlässe in den Bereichen Sport, Kultur und auch Religion. Für eine Bewilligung müssen die Kantone ihre epidemiologische Lage sowie ihre Kapazitäten für das Contact Tracing berücksichtigen. Der Bundesrat will gemäss Mitteilung so sicherstellen, dass sich die Situation in der Schweiz nicht verschlechtert.

Unumstritten war die Entscheidung nicht. Eine Mehrheit der Kantone wollte das Veranstaltungsverbot für mehr als 1000 Personen bis Ende Jahr verlängern. Auf der anderen Seite verlangten Sportvereine und Kulturveranstalter, das Verbot Ende August aufzuheben. «Wir mussten einen Mittelweg finden», sagte gestern Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Je stärker man aber lockere, «desto grösser ist die Verantwortung, die wir alle tragen». Bundesrat Alain Berset erklärte an der gestrigen Medienkonferenz, dass die heutige Situation ähnlich sei wie im Frühling. Der Unterschied sei, dass die Zahlen nicht explodieren und man die Situation im Griff habe. «Nach sechs Monaten Pandemie geht es auch darum, mit dem Virus zu leben», so Bundesrat Berset. (sap)

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