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Gefahrenstufe 3: «Nicht aussergewöhnlich»

Der Wochenstart verlief trüb und nass. Wegen Dauerregen warnt der Bund vor Hochwasser.
Für Liechtenstein und Teile der Schweiz hat der Bund wegen intensivem Dauerregen die Gefahrenstufe 3, «erhebliche Gefahr», ausgerufen. Für Liechtenstein und Teile der Schweiz hat der Bund wegen intensivem Dauerregen die Gefahrenstufe 3, «erhebliche Gefahr», ausgerufen.

Gemäss Meteo Schweiz hat der Bund für Liechtenstein, die Ostschweiz und weitere Regionen die Gefahrenstufe 3, «erhebliche Gefahr», ausgerufen. Es sei mit Dauerregen zu rechnen, wodurch es zu Hochwasser an kleinen und mittleren Gewässern, lokalen Überflutungen und Hangrutschungen kommen könnte. «Vor allem mit Ersterem ist bei uns in den kommenden 24 Stunden zu rechnen», erklärt Kenny Vogt vom Wetterring Liechtenstein und fügt an, dass diese Gefahrenstufe, gemessen an der Häufigkeit der Ausrufung, jedoch nichts Aussergewöhnliches sei. Selbiges gilt für solche Dauerniederschläge, die das ganze Jahr über immer wieder vorkommen.

Weiterhin Hochwasser- und Murengefahr
Am Montag sind in Liechtenstein marginale Mengen zwischen zwei und zehn Millimeter Niederschlag gefallen. Am Dienstag werden es im Liechtensteiner Rheintal noch 30 bis 60 Millimeter sein. In den Bergen sind Mengen bis 90 und in Staulagen auch 100 Millimeter Niederschlag möglich. «Bei der momentanen Wetterlage sind aber gewisse Abweichungen einzurechnen», erklärt Kenny Vogt. Derzeit liegt ein Adriatief über der Region, das aus nördlichen Richtungen vor allem in den unteren Luftschichten kühle Luft bringt. Gleichzeitig erreiche Liechtenstein in der Höhe feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum, fügt der Wetterexperte an. «Beim Aufeinandertreffen dieser Luftmassen werden die feuchten Luftmassen wie ein Schwamm über der (Vor-)Alpenregion ausgequetscht.»

Auch am Dienstag hat der Tag noch einmal sehr kühl und regnerisch begonnen. Vor allem in der ersten Tageshälfte muss verbreitet, speziell aber in den Staulagen im Gebirge, mit kräftigerem Regen gerechnet werden. Laut Kenny Vogt besteht deshalb weiterhin Hochwasser- und Murengefahr. Im Laufe des Nachmittages lässt der Regen jedoch nach. «Über den Tälern gibt es zaghafte Auflockerungen.»

Gegen Ende der Woche kehrt der Sommer zurück
Während die Temperaturen am Dienstag nicht über die 18-Grad-Marke klettern, wird es in den nächsten Tagen wieder sommerlich. Am Mittwoch halten sich am Vormittag vor allem den Berghängen entlang noch teils dichtere Restwolken, während über den Tälern bereits zeitweise die Sonne scheint. «Im weiteren Tagesverlauf wandeln sich die Restwolken in Quellwolken um und wechseln sich mit längeren sonnigen Abschnitten ab. Diese Wolken bleiben allerdings harmlos», sagt Kenny Vogt. Der Donnerstag präsentiert sich dank eines aufkommenden Hochdruckeinflusses wieder sommerlich: Die warmen Temperaturen halten auch am Freitag und Samstag noch an und kratzen an der 30-Grad-Marke. (jka)

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