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Fasnacht derzeit nur schwer vorstellbar

Es ist zwar noch früh – doch Corona macht auch vor den Narren nicht halt.
Fasnachtsbeginn, PK Narrenzunft Schaan, Schaan
Auch für die Narrenzunft Schaan ist vieles noch unklar. (Bild: SDB)

Corona stellt seit März alles auf den Kopf. Alles scheint ungewiss und – je nach Verlauf der Pandemie – kann sich auch jederzeit alles kurzfristig wieder ändern. Das macht auch das Leben für Vereine, die auf Einnahmen aus Grossveranstaltungen angewiesen sind, nicht leichter. So zum Beispiel jenes der Fasnachtsgesellschaft Vaduz und der Narrenzunft Schaan. Normalerweise beginnen sie um diese Zeit mit den Vorbereitungen und Planungen rund um die Fasnacht. Wissen in diesem Jahr aber nicht, ob es überhaupt Sinn macht.

Skeptisch, ob Durchführung in der bisherigen Form möglich ist
In Liechtenstein sind Grossanlässe offiziell noch bis Ende September verboten – dann wird neu entschieden. Aber weil der Schweizer Bundesrat am 2. September beschlossen hat, dass Grossveranstaltungen unter Schutzmassnahmen ab dem 1. Oktober wieder zugelassen sind, ist davon auszugehen, dass Liechtenstein sich ebenfalls an diesen Vorgaben orientieren wird.
So oder so: Die Fasnacht steht auf der Kippe. «Wir wissen derzeit nicht, ob die Fasnacht in gewohnter Weise oder überhaupt stattfinden kann», so Harry Hasler von der Narrenzunft Schaan. Bisher gebe es dazu keine offizielle Infos oder gar Anweisungen. «Insbesondere bei den grossen Veranstaltungen wie dem Umzug und dem Monsterkonzert bin ich aber skeptisch, ob diese durchgeführt werden können – jedenfalls nicht in der bisherigen Form», so Hasler. Wie ein Sicherheitskonzept mit Abstandsregel und Zuschauerbeschränkung aussehen solle bzw. ob dieses eingehalten werden  könne, sei noch schwer vorstellbar. «Wir werden sicher über ‹abgespeckte› Veranstaltungen nachdenken. Es hängt aber alles davon ab, wie sich die Pandemie entwickelt.» Sollte die Pandemie auch zur Fasnachtszeit Liechtenstein im Griff haben, haben die Einwohner gemäss Hasler ohnehin grössere Probleme als eine nicht stattfindende Fasnacht. «Darum sollten wir weiterhin versuchen, die Verhaltensregel zu Covid-19 einzuhalten.»

Nicht anders geht es der Fasnachtgesellschaft Vaduz, welche jährlich den grossen Kinderumzug und -maskenball sowie das Monsterkonzert in Vaduz organisiert. «Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Wochen mehr wissen bzw. zumindest soviel, ob Planungen für die Fasnacht überhaupt Sinn machen», so Präsidentin Larissa Klein. Auch für sie kommt eine «abgespeckte» Fasnacht allenfalls in Frage, sollte das Corona-Virus weiterhin wüten. Wie eine solche Fasnacht aber aussehen könnte, ist ebenfalls noch völlig offen. «Wir werden auf jeden Fall kein Risiko eingehen und die Situation von Woche zu Woche neu beurteilen. Die Gesundheit hat absolute Priorität. Auch wenn uns das sicher wehtun würde.» (dv)

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