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Der Hoi-Laden bleibt bestehen

Die Souvenir Boutique im Vaduzer Städtle kann seine Türen durch eine Kooperation mit der Hofkellerei offen halten.
Hoi Lada, Vaduz
Auch in Zukunft kann man hier einkaufen, das Mormile freut sich weiterhin auf viele Besucher. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Im Frühjahr 2020 bahnten sich für viele Geschäfte stürmische Zeiten an, das neuartige Corona-Virus erreichte Europa und brachte folglich auch Liechtenstein zum Stillstand. Nicht von den massiven Auswirkungen ausgenommen, war auch der Hoi-Laden im Vaduzer Städtle. Ende Mai dieses Jahres folgte die bedauernswerte Nachricht: «Tschüss Hoi-Laden im Städtle. Wir werden unseren geliebten Laden ab dem 23. August schweren Herzens schliessen», liess die Geschäftsleitung damals über ihre Webseite und die sozialen Medien verlauten.

Erfreuliche Nachrichten für Fans des Hoi-Ladens
Pünktlich zum Staatsfeiertag hat die Geschäftsleitung nun gute Neuigkeiten zu verkünden. Das hölzerne «Mormile» und der von weitem ersichtliche Piaggio-Kleintransporter mit dem fast schon kultigen Hoi-Schriftzug, bleiben dem Vaduzer Städtle weiterhin erhalten. Die Schliessung des Ladens erfolgt wie geplant zum 22. August, jedoch nur für eine Woche. Danach sind die Produkte des Hoi-Ladens wieder für jedermann, von Montag bis Samstag, in gewohnter Umgebung käuflich zu erwerben.

Eine Shop in Shop Kooperation macht es  möglich
Alleine wäre diese überraschende Wendung nicht möglich gewesen. Durch eine Kooperation mit einem weiteren Liechtensteiner Unternehmen konnte die Schliessung verhindert werden. Deshalb findet sich im Hoi-Laden zukünftig  eine ausgeweitete Palette an Produkten der Hofkellerei. Neben den bisher bereits erhältlichen Produkten wird das Sortiment um eine Vielzahl an Produkten wie Olivenöl oder Honig ergänzt. Zusätzlich lassen sich ab September jeden Nachmittag Weine vor Ort degustieren. Dafür wird im hinteren Teil des Ladenlokals eine eigens dafür gedachte Degustationsecke eingerichtet, die die Kunden und Wein Fans zum verweilen und probieren einladen soll. «Wir werden auch beim Personal etwas aufstocken. Nachmittags sind künftig zwei Verkäuferinnen anzutreffen, anstatt wie gewohnt nur eine Person. Jemandem einen Wein schmackhaft zu machen, gleichzeitig noch Magnete zu verkaufen und Geschenkkörbe herzurichten, liesse sich alleine wahrscheinlich nicht mit der gewünschten Professionalität umsetzen», so die Geschäftsführerin Cornelia Wolf. 

«Die Philosophie ist stimmig mit der unseren»
Die Hofkellerei hat Interesse an einer Kooperation bekundet und die Initianten des Hoi-Ladens damit ziemlich überrascht, aber auch sehr stolz gemacht. Bei den darauf folgenden Gesprächen wurde schnell klar, dass daraus etwas werden kann. Auch die Unternehmensphilosophie lässt sich von beiden Seiten gut vereinen. Die Hofkellerei will zukünftig auf biologischen Anbau umstellen, der Hoi-Laden versteht sich als klimaneutrales Unternehmen. «Das passt gut zusammen, wir haben mit der Hofkellerei einen Wunschpartner gefunden», schlussfolgert Wolf. 

Das Konzept «Ad Acta» legen kam nicht in Frage
Der Hoi-Laden ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für die Initianten. Ein Projekt in dem so viel Herzblut steckt, kann man nicht einfach so abschliessen. Der Schock sass tief und die Enttäuschung war gross als klar wurde, dass der Laden unter den gegebenen Umständen nicht mehr lange überleben konnte. «Es war eine emotional sehr anstrengende Zeit.», meint Wolf. Sie fügt jedoch an: «Dass es weitergehen muss, war von Anfang an klar.»
 «Es haben sich bei uns sehr viele Leute gemeldet, die sich interessiert zeigten, unsere Produkte in ihren Geschäften anzubieten. Auch das ein oder andere Angebot zur engeren Zusammenarbeit hat uns erreicht.»

Die Bevölkerung nahm Abschied
«Die Reaktionen auf das Bekanntwerden der Schliessung waren überwältigend und ziemlich unerwartet. Schöne Worte aus dem ganzen Land erreichten uns und zeigten, dass nicht nur wir über die traurigen Tatsachen bestürzt waren.» Auch Hamster- sowie Solidaritätskäufe wurden in der Folge  verzeichnet, was neben der ausgebliebenen Laufkundschaft sowie Veranstaltungen und den getätigten Stornierungen trotz allem nicht als Rettungsschirm gereicht hätte. Nichtsdestotrotz waren die Initianten unglaublich dankbar dafür. «Um ehrlich zu sein, waren unsere Produkte zu Corona-Zeiten auch nicht überlebensnotwendig. Die Leute haben nur das Wichtigste erledigt und das Wichtigste gekauft, das war auch absolut richtig so.»

Zuversichtlich in die Zukunft
«Wir haben unsere Flughöhe angepasst und dadurch Rückenwind bekommen. Diesen versuchen wir mitzunehmen und auch weiterhin innovativ zu sein. Ideen wie eine Abholstation für Leute, die zu den üblichen Geschäftszeiten keine Zeit haben, sind derzeit noch in Abklärung und Planung. Auch der Online-Shop wird überarbeitet und erscheint ab Herbst in neuem Gewand. Zudem können wir uns vorstellen, weitere Verkaufsstellen miteinzubeziehen. Was daraus wird, wird sich jedenfalls noch zeigen.» (ng)

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