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«Ohne Gitter würde ich schlecht schlafen»

In der Schweiz leben seit 30 Jahren Biber. Geschossen werden musste bisher noch keiner. Der Schweizer Biber-Fachmann und Leiter der Biberfachstelle Schweiz Christof Angst erklärt im «Vaterland»-Interview, wie der Umgang mit dem Nagetier in der Schweiz gehandhabt wird.
LGU Biberbauten Triesen kleiner Kanal
Biberbau im Hochwasserschutzgebiet Hälos in Triesen: Biberexperte Christof Angst rät zur Vergitterung. (Bild: Rudi Schachenhofer)

Rund 2800 Biber leben in der Schweiz. Bisher konnten grössere Konflikte mit einer handvoll klarer Management-Massnahmen immer gelöst werden, wie Christof Angst erklärt, der wesentlich am Schweizer Biber-Konzept beteiligt war und auch die Situation in Liechtenstein kennt. «Wir haben in der Schweiz keine solchen Infrastrukturen wie die Rüfesammler», sagt er. Würde es auch in der Schweiz solche geben, würde man kurzfristig wahrscheinlich genauso handeln und Tiere fangen, um Grabschäden zu verhindern. «Aber wir würden anschliessend die Bauwerke vergittern, damit eine Situation ohne Risiko erreicht werden kann. Aber sicher würden wir nicht ausserhalb der Rüfesammler alle Tiere fangen und töten», betont Angst. Biber sind zwar territorial und verbleiben in den umliegenden Revieren. Jungbiber, die ein eigenes Revier suchen, haben aber ein riesiges Wanderpotential. «Mit dieser Strategie müsste Liechtenstein ja auch sämtliche Biber auf Schweizer Seite fangen und töten.» Ohne technische Massnahmen, sprich Vergitterung der Dämme, gäbe es keine Sicherheit. «Als verantwortliche Person würde ich ohne Gitter wahrscheinlich schlecht schlafen», sagt Christof Angst. (manu)

Das Interview ist in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Dienstag zu lesen.

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