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Möglicher Deponiestandort «Kracharüfe»

Betreffend der Entsorgung von Aushub wollen Eschen und Mauren zusammenarbeiten, denn sie stehen vor der selben Herausforderung.
Aushub
Die Deponien der Gemeinden Eschen und Mauren stossen an ihre Limits. (Bild: graffoto8)

Aus den Augen, aus dem Sinn. Auf diese Redewendung trifft wohl wenig so zu wie entsorgter Abfall. Dies gilt jedoch nicht nur für den Unrat des Haushalts, sondern auch für den Aushub, insbesondere in einem «Bauland» wie Liechtenstein. Zwei Deponien stossen jedoch  bisweilen an ihre Limits – jene von Eschen und von Mauren.

Mögliche Deponie auf dem Prüfstand

«Das vorhandene Deponievolumen auf den Deponien Langmahd, Mauren, und Rheinau, Eschen, ist bis in maximal zehn Jahren vollständig erschöpft», steht im Eschner Gemeinderatsprotokoll. «Für die zukünftige Ablagerung von unverschmutztem Aushubmaterial steht noch keine geeignete Nachfolgelösung zur Verfügung.» Weil Eschen und Mauren vor dieselben Herausforderungen gestellt sind, steht eine gemeindeübergreifende Lösung im Raum. Das Gebiet «Pürstwald-Kracharüfe» wird bereits seit 20 Jahren als möglicher Standort für eine Deponie und den Kiesabbau gehandelt. Momentan werden noch die Rahmenbedingungen geprüft. Drei beauftrage Hydrologiebüros kamen zum selben Ergebnis: Der Standort verfüge über das nötige Potenzial, um den Gemeinden in diesen Belangen zu dienen. «Ich denke, der neue Standort wird bewilligt», gibt Siegfried Risch, Abteilungsleiter der Bauverwaltung der Gemeinde Eschen, auf Anfrage Auskunft. Im Moment steht das Projekt in der zweiten von drei Phasen und man arbeite auf «Meilensteine» hin. Die Phase erstreckt sich von 2019 bis 2020. «Ob es tatsächlich zustande kommt, wissen wir noch nicht. Doch arbeiten wir eng mit NGOs zusammen und gehen Schritt für Schritt vor. Ansonsten könnte man bei plötzlichen Entscheidungen eine Opposition erwarten», sagt Risch.

Laut Gemeinderatsprotokoll sind in der zweiten Pojektphase konzeptionelle Fragestellungen zu klären, welche die Erarbeitung eines Betreibermodells, Sondierungsgespräche über eine spätere Betreibergesellschaft vor allem bezüglich dem Kiesabsatz und weiter-führende Gespräche mit der Bodeneigentümerin, die Stiftung Fürst Liechtenstein, beinhalten. Die Kosten, welche den Gemeinden bis zur Aufnahme des Betriebes entstünden, werden voraussichtlich bei einer Millionen Schweizer Franken liegen.

Befürchtete Zunahme des Verkehrs
«Das Projekt ist für die Gemeinde Eschen sehr wichtig», sagt Risch. Der Gemeinderat pflichtet dem bei. Jedoch erwähnt er Bedenken, welche die Bevölkerung haben könnte. Weil ein Abbauvolumen von Kies vorhanden sei, könne dies Verkehrsströme verursachen. Dies wirke sich auch auf den Lärm oder Staub aus. «Der Betrieb einer Deponie wird Auswirkungen mit sich bringen, welche negativ von der Bevölkerung empfunden und wahrgenommen werden. Mit technischen Vorkehrungen sollen diese negativen Auswirkungen zwar möglichst beseitigt werden, gewisse Auswirkungen werden aber wohl nicht ganz zu vermeiden sein », heisst es im Gemeinderatsprotokoll. «Sollte das Projekt nicht bewilligt werden, muss man andere Deponien wie jene in Ruggell beanspruchen. Aber das ist natürlich auch nicht in deren Sinne», gibt Risch zu bedenken. (dab)

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