• Etwa so könnten die Stege in Schaan aussehen.

Schaaner Industrie erhält Erholungsort

Bis Herbst soll rund um die beiden Bachläufe «Speckigraba» und «Pfaffamadgraba» im Industriegebiet eine Grünfläche entstehen, die rund 1,6 Millionen Franken kosten soll.

Die Gemeinde Schaan hat sich vorgenommen, ihre Industrie ökologisch und gestalterisch aufzuwerten. Die erste Etappe «Undera Forst und Umgebung Feuerwehr- und Sammlungsdepot» konnte im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Nun folgt die zweite: Im Industriegebiet «Altes Riet» werden die beiden Bachläufe «Speckigraba» und «Pfaffamadgraba» renaturalisiert und ausgeweitet. Entlang der Entwässerungsgräben werden zudem durchlässige Fusswegverbindungen entstehen. Das Projekt soll diesen Herbst abgeschlossen werden. Der Gemeinderat hat den entspre­chenden Kredit in der Höhe von 1'670'000 Franken genehmigt.  

Grünflächen im Trend
Der Rundweg wird laut Gemeindevorsteher Daniel Hilti etwa einen Kilometer umfassen und sich durch das gesamte Industriegebiet ziehen. Drei oder vier grosse Bachaufweitungen werden mit Bänken versehen, die zum gemütlichen Sitzen einladen sollen. Auch sind Stege über die Gewässer geplant, damit der Rundgang nie an «Abwechslung verliert», wie Hilti sagt. Auch wird auf den wichtigsten Teilabschnitten die Installation einer Fusswegbeleuchtung geprüft. 

Der Wunsch nach mehr Grünflächen bestehe schon lange: «Früher», erklärt der Vorsteher, «hat man andere Ansprüche an ein Industriegebiet gestellt. Wichtig war, möglichst viele Parkplätze zu schaffen.» Heute aber gehe der Trend dahin, dass Grünflächen immer erwünschter seien, damit die Arbeitnehmer im Freien arbeiten und sich in den Pausen im Grünen erholen können.

Fertigstellung im Herbst
Ein Beispiel sei die Hilti AG, die einen eigenen Campus zu diesem Zweck errichtet hat. Für den kleinen Erholungsort in der Schaaner Industrie eigenen sich die beiden Entwässerungsgräben am besten, weil um diese noch genügend Platz vorhanden ist. Bislang gab es dort nur einen Interventionsweg, der einmal jährlich genutzt wurde, um die Bäche zu pflegen und das Gras zu mähen. «Er war allerdings sehr unattraktiv.» 

Bis Herbst soll der Aufenthaltsort, der laut Hilti für die Industrie, die dort Berufstätigen und selbstverständlich auch für alle anderen gedacht ist, fertig sein. In einem nächsten Schritt wird die Ausschreibung sowie anschliessend die Vergabe erfolgen. Danach kann mit dem Bau begonnen werden. Damit wird die zweite Etappe nahtlos in das Gesamtkonzept übergehen, da sich laut Daniel Hilti ein grüner Streifen vom Feuerwehrdepot zum unteren Teil der Industrie bis schliess­lich zum neuen Rundgang ziehen wird. (jk)

14. Feb 2020 / 09:51
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