• PAP, Eschen
    Ein Grossteil der 17 PAP-Aktionäre zusammen mit Geschäftsführerin Adrienn Lepres (r.) im neuen Eschner Pub.  (Tatjana Schnalzger)

Das Unterland hat einen neuen Treffpunkt

Das «St. Martins Pub am Platz» im Eschner Dorfzentrum steht kurz vor der Fertigstellung. Am 17. Juli wird eröffnet.

Seit drei Jahren wird geplant und organisiert. Nun können die 17 Initianten vom «St. Martins Pub am Platz» (kurz PAP) ihr Pub eröffnen. «Wir freuen uns sehr, einen Treffpunkt im Dorf zu schaffen», erklärt Daniela Batliner. Das Pub soll nicht unbedingt ein typisch irisches Pub werden, sondern eines, das der Tradition der englischen Public Houses entspricht. «Es soll ein Ort im Dorfzentrum werden, an dem man sich trifft und diskutiert», so Uwe Belzner. «Es soll ein offenes Haus sein, in das man auch alleine kommen kann», ergänzt Panja Belzner.

Das PAP-Team mit Geschäftsführerin Adrienn Lepres (2. v. l.) freut sich darauf, bald die Gäste begrüssen zu dürfen.

Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen
Ein Bedürfnis nach einem Begegnungsort im Zentrum sei schon länger vorhanden, er­klärt Panja Belzner. Als René Wanger dann mit einer konkreten Idee kam, sei diese bei vielen auf fruchtbaren Boden gefallen. So sei es schliesslich auch recht schnell gegangen, bis sich ein Team zusammengefunden und die Idee in Angriff genommen habe. «Wir haben von allen Seiten grosse Unterstützung erhalten», ergänzt Daniela Batliner. «Das stärkt uns zusätzlich.» Viele vom 17-köpfigen Team hätten sich zu Beginn noch nicht persönlich gekannt, die Gruppe sei in den letzten drei Jahren aber stark zusammengewachsen», so Daniela Batliner.

Adrienn Lepres übernimmt die Geschäftsführung
Auch eine Geschäftsführerin hat das Team mittlerweile gefunden. Adrienn Lepres wird sich um das Wohl der Gäste kümmern, unterstützt von einem erfahrenen Mitarbeiter. Beide freuen sich sehr auf ihre neue Stelle: «Es ist sehr schön, bei einem solchen Projekt von Anfang dabei zu sein und schon bei der Einrichtung mitwirken zu können.» Bei Veranstaltungen und sonstigen «Notfällen» wird auch das PAP-Team zur Unterstützung hinter der Bar einspringen. Ansonsten kümmern sich die Initianten, die sich zu einer Aktiengesellschaft zusammengeschlossen haben, vorwiegend um die Organisa­tion von Anlässen. «Es sind schon drei Kurse der Erwachsenenbildung im PAP geplant», freut sich René Wanger. Einmal eine Bier- und eine Whiskey­degustation und einmal ein Cocktail-Mix-Kurs. Daneben sollen mindestens einmal monatlich an einem Samstag Konzerte sowie Lesungen oder sonstige Anlässe stattfinden.

Bei vielem selbst Hand angelegt
Ende Mai konnte die bunt gemischte Gruppe den Edelrohbau beziehen. Der Holzboden war verlegt, die Anschlüsse fast parat und auch die WC-Anlagen installiert. Alles andere haben die Aktionäre zusammen mit Eschner Handwerkern fertiggestellt. Die Tische wie auch die Wand- und Barverkleidung wurden aus Eschner Eschenholz geschreinert, und auch das metallene Tischgestell stammt aus heimischer Handwerksproduktion. Aufgrund der unterschied­li­chen Teamzusammensetzung konnte das Team auf einige Fachpersonen in den eigenen Reihen zurückgreifen, die verschiedenste Arbeiten selbst erledigen konnten. Vom Planer, Plattenleger bis zum Elektrofachmann wurde selbst Hand angelegt. Panja Belzner und Daniela Batliner kümmerten sich um die Dekoration und stellten zahlreiche Bilder für die Deckengestaltung zusammen, die aus historischen Fotoaufnahmen und Spiegeln besteht. Auch der blaue Verputz hinter der Bar wurde unter professioneller Anleitung selbst aufgebracht. «Wir haben sehr viel Wert auf Upcycling gelegt», erklärt Bauleiter Uwe Belzner. So wurde beispielsweise der riesige Kronleuchter hinter der Bar aus drei Wandleuchten zusammengeschweisst und die Stammtisch-Bank aus dem alten «Kreuz» gerettet. Die Lampen an der Bar wurden aus alten Instrumenten gebastelt und auch sonst bekamen andere liebevoll zusammengesuchte Accessoi­res im PAP ein zweites Leben.  Zudem ist die helle Bar mit grossen Fensterflächen und mit alten Lampen geschmückt.

Sanfte Eröffnung am 17. Juli
Noch gibt es einiges zu tun, bevor am 17. Juli eine sanfte Eröffnung gefeiert wird. Es gilt noch, ein Schutzkonzept auszuarbeiten und die Bar fertig einzurichten. Wie die Speise- und Getränkekarte aussehen wird, das wissen die Teammitglieder bereits. Sieben offene Biersorten soll es geben, ein grösseres Whiskeysortiment, Unterländer Weine und Schnäpse wie auch Cocktails, sowohl alkoholhaltige wie auch alkoholfreie. Aus der Küche wird es wenige, aber qualitative Snacks geben. «Auch hier wollen wir vor allem lokale Produzenten berücksichtigen», ist sich das Team einig. (mk)

Öffnungszeiten: Di-Do: 16 bis 23 Uhr, Fr-Sa: 16 bis 1 Uhr, So: 11 bis 17 Uhr. Weitere Infos: www.pap.li

03. Jul 2020 / 08:23
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