• Podiumsdiskussion, Vaduz
    Eine belebte Podiumsdiskussion am zweitletzten Abend im momentanen «Vadozner Huus».  (Tatjana Schnalzger)

Innovative Ideen für das Äule-Areal treffen auf Begeisterung

Gestern fanden sich im «Vadozner Huus» Gesellschaft und Politik ein, um über eine mögliche Zukunft des Städtles zu sprechen.

Die Universität ist ein wichtiger Eckpfeiler der Gesellschaft. Denn an jener Bildungsstätte erfahren die Lernenden die je nach Studienrichtung wichtigen kulturellen Traditionen und wissenschaftlichen Errungenschaften, um später das Wissen weiterfort zu tragen und damit die Bevölkerung zu bereichern. Dazu kommt, dass junge Leute generell gegenüber Neuem offener und Althergebrachtem kritischer als ihre älteren Mitbürger sind und es ihnen deshalb gegeben ist, mit innovativen Ideen ein wenig «Schwung in die Bude» zu bringen. Bei Architekturstudenten zeichnet sich dieser Umstand besonders aus, denn ihre Innovationen können sie einer breiten Öffentlichkeit visuell präsentieren.

Das Äule-Areal hätte viel Potenzial
Wohl deshalb füllte sich gestern das «Vadozner Huus» oder «Base Camp» auf der Marktplatzgarage so, dass die Bestuhlung für die Besucher nicht ausreichte. Denn in diesem wurde über die mögliche Zukunft des Äule-Areals mit Blick auf gegebene gesellschaftliche Trends und Entwicklungen referiert. Die Vortragenden waren der Professor Dietrich Schwarz von der Universität Liechtenstein und Constantin Frommelt, der als Teil der Gruppe aus fünf Studenten ein zusammenhängendes Projekt aufgrund einer Raumplanungsanalyse kreierte. In diesem erhält das Areal zwischen Städtle und Giessen ein neues Gesicht. Der Busplatz und das Rathaus soll zu einem auf einer Seite geöffneten Pentagon zusammengeschlossen werden, damit dazwischen ein Ort entsteht, wo sich die Bürger treffen können. Der Vaduzer Saal soll ins Zentrum verschoben werden, damit seine Bedeutung steigt und an seinem alten Standort ein Naturerholungspark entsteht.

Dabei standen die Themen Ressourcen und Energie, Raum und Mobilität, Nahrung und Gesundheit, Demografe und Entwicklung sowie Werterhalt und Tragbarkeit im Zentrum. Laut Schwarz sind das die Trends, welche die momentanen Bedürfnisse widerspiegeln und sich mit dem Begriff Nachhaltigkeit zusammenfassen lassen.

Doch der wohl wichtigste Gedanke war, dass das Städtle den Bürgern wieder als Wohnort dienen soll. Die Vortragenden stellten weitere Themen in den Raum und betonten dabei das besondere Potenzial, welches Vaduz zu bieten habe. Das nahmen die Mitglieder der anschliessenden Podiumsdiskussion dankend auf, zu dem sich neben den beiden Vortragenden Peter Beck, Manfred Bischof, Brigitte Noack und Klaus Tschütscher gesellten. Sie schienen beeindruckt von den Überlegungen der Studenten zu sein und schätzten die Ideen, welche diese vorbrachten; allen voran die kreative Umgestaltung des Vaduzer Saals, der auch im Freien für Konzerte genutzt werden könnte oder die Nutzung des Städtles für Wohnhäuser.

Konkrete Beschlüsse gab es logischerweise nicht. Grossräumige Projekte kreativer Studenten münden normalerweise meistens auch nicht in politischen Eins-zu-eins-Umsetzungen. Doch Bischof sprach von einer Begeisterung, die er mit in den Gemeinderat tragen will. Man darf gespannt sein, ob die innovativen Ideen der Studenten ihren Anklang finden werden. (dab)

28. Sep 2019 / 05:00
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