• Schilder Ruggell
    Eine der neuen Tafeln steht am Ortseingang Süd.  (Tatjana Schnalzger)

Digitale Informationstafeln für Gemeinde Ruggell

Mit zwei LED-Anzeigen informiert Ruggell die Bevölkerung bald über einen weiteren Kanal. In anderen Gemeinden ohne solche werden Anschaffungen nicht diskutiert.
Ruggell. 

Die Gemeinde Ruggell wird demnächst mit LED-Tafeln an den Dorfeinfahrten, von Bendern und der Schweiz kommend, Informationen weitergeben und auf aktuelle Veranstaltungen hinweisen. Die Anlagen sind bereits aufgestellt und werden diese Woche an den Strom angeschlossen. Anschliessend folgen laut Gemeindesekretär Christian Öhri einige Tests, bevor sie «voraussichtlich Mitte März den Betrieb aufnehmen». Es handle sich um energiefreundliche Anzeigen; ähnliche Modelle seien auch in Schaan und Balzers vorhanden.

Damit sollen die Plakathalter an den Dorfeinfahrten einer digitalen Lösung weichen. Diese seien in die Jahre gekommen und hätten ohnehin ersetzt werden müssen. Insofern hat der Gemeinderat sich mit Alternativen auseinandergesetzt und schliesslich einen Kredit von 89 000 Franken pro Anzeigetafel bewilligt. «Die Digitalisierung ist in unserem Alltag mehr als nur angekommen. Der Gemeinde Ruggell ist es wichtig, auf verschiedenen Kanälen die Einwohner mit Informationen zu bedienen, und diese Möglichkeit wurde als sehr gut eingeschätzt», begründet Öhri die Anschaffungen. 

Weitere Anzeigen möglich in Ruggell
Welche Inhalte auf den LED-Informationstafeln veröffentlicht werden, hält das Kommunika­tionsreglement der Gemeinde fest. Entscheidend sei, dass ein Bezug zu Ruggell besteht. Wie bisher können Vereine und andere Organisationen einen Antrag an die Gemeindekanzlei richten, welche die Veranstaltungshinweise jeweils 14 Tage vor der Veranstaltung veröffentlicht. Neu werden diese neben der Website und dem Gemeindekanal zusätzlich auf der Anzeigetafel zu sehen sein. Dringende Informationen von staatlichen Stellen, wie der Regierung oder der Landespolizei, können kurzfristig aufgeschaltet werden. Sollten die Anzeigen bereits belegt sein, entscheidet die Gemeindekanzlei, «wie alle Gesuche bestmöglich berücksichtigt werden».
Für den Ruggeller Gemeindesekretär sind weitere LED-Informationstafeln an der Noflerstrasse und Schellenbergerstrasse «sicherlich denkbar», um sämtliche Ortseingänge abzudecken. Zuerst wolle die Gemeinde jedoch die Rückmeldungen zu den aufgestellten Anzeigen abwarten. Insofern sei dies ein Traktandum für den nächsten Bevölkerungsworkshop, der spätestens im nächsten Jahr stattfinde.

Triesenberg lehnte Okkasionen aus Vaduz ab
Ein weiterer Auslöser für die Anschaffungen seien die positiven Erfahrungen aus den anderen Gemeinden gewesen. Vorreiter Vaduz schaffte 2003 als erste Gemeinde im Land zwei elektrische Tafeln (220 000 Franken) an und legte sechs Jahre später mit zwei weiteren Modellen (236 000 Franken) nach. In Schaan sind ebenfalls vier elektronische Informationstafeln auffällig platziert. Triesen verfügt seit 2009 über zwei Tafeln, die an der Landstrasse zentral platziert sind. «Gemäss repräsentativer Einwohnerzufriedenheitsanalyse 2017 sind die LED-Tafeln äusserst wichtig und werden stark genutzt», so Peter Kindle von der Gemeindeverwaltung. Balzers hat seine Plakatstandorte im Herbst 2013 mit drei LED-Anzeigetafeln ausgewechselt, wobei sich die Anschaffungskosten auf insgesamt 194 450 Franken beliefen.
Keinen Bedarf sehen hingegen Planken und Triesenberg. Zwei Mal hat die Walsergemeinde vor einigen Jahren gegen eine Anschaffung entschieden: Ein Mal, als ein Abkauf der alten Anzeigen aus Vaduz, das andere Mal, als eine Neuanschaffung besprochen wurde. Neben den «hohen Kosten» hätte der negative Entscheid daraus resultiert, dass die 2008 angeschaffte Plakatwand besser zum Ortsbild passe.
Nach Eschen, wo 2013 drei elektronische Informationstafeln für 130 000 Franken angeschafft wurden, ist Ruggell die zweite Gemeinde im Unterland mit einem solchen Kommunikationskanal. In Gamprin hat der Gemeinderat zuletzt im vergangenen Herbst über eine Anschaffung diskutiert. Wie Kurt Berger, Leiter Tiefbau, berichtet, sehe sich die Gemeinde in dieser Hinsicht nicht unter Druck gesetzt, «da die Nutzungsintensität noch nicht als genügend hoch erachtet wird». In Schellenberg und Mauren stehen elektronische Informationstafeln bislang ebenfalls nicht zur Debatte. Im Zusammenhang mit dem neuen Kulturleitbild könnte es in Mauren allerdings zum Thema werden, meint Manfred Öhri, Sekretär Gemeindevorstehung. Allerdings verfüge die Gemeinde schon über «genügend geeignete Kommunikationsmittel». (gk)

07. Mär 2019 / 07:00
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